Märkte am Morgen: Getreide

Kurse legen erneut zu

Weizen: Mit Notizgewinnen von 1,25 €/t für die alte Ernte setzte sich die freundlichere  Tendenz für den Matif-Weizen fort. Der März notierte mit 171 €/t am oberen Ende der zuletzt gehandelten Bandbreite. Der europäische Weizenkontrakt der CME stand dagegen unter Druck und verlor mit technischen Einflüssen aufgrund fehlender Liquidität für den März 1,50 €/t. Mit 179 €/t bleibt das Aufgeld zum Matifweizen allerdings noch immer ungewöhnlich hoch.
 
Die Nachrichtenlage am internationalen Weizenmarkt war mager. Auch vom heutigen USDA-Report dürften kaum neue Anregungen kommen. Die Fundamentaldaten sollten weitgehend eingepreist sein und von den Weizenernten auf der Südhalbkugel lassen sich kaum größere Überraschungen erwarten.
 
In Chicago gewannen die Weizenkurse dennoch mit Shorteindeckungen und technischen Käufen. Der März schloss nach einem leichten Plus mit 4,32 US-$/bushel. An der elektronischen Börse in Chicago bewegen sich die Weizenkurse heute Morgen wieder hellroten Bereich.
 
Indien hat seit Mitte 2016 rund 5,1 Mio. t Weizen importiert. Dies sind die höchsten Importe seit rund zehn Jahren. Wichtigste Lieferländer für Indien sind die Ukraine und Australien.
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen legten erneut zu. Die Kursgewinne waren  überschaubar. Doch mehrere feste Sitzungen und Shorteindeckungen der Fonds hievten die Märznotierung mit 3,71 US-$/bushel auf den höchsten Schlusskurs seit Mitte des Vorjahres hoch.
 
Vom heutigen Wade-Report erwartet der Markt eine Abwärtskorrektur der US-Endbestände um 500.000 t. Für die südamerikanischen Maisernten rechnen die Analysten im Schnitt mit einer höheren Einstufung der brasilianischen Ernte um 500.000 t auf 87 Mio. t und einer Reduzierung der argentinischen Maisernte um 700.000 t auf 35,8 Mio. t.
 
In Paris konnte Mais an die freundlichere Tendenz der Vortage anknüpfen. Die Kurse legten bis zu 1,25 €/t zu, der März schloss mit 173 €/t. (St)
 
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