Märkte am Morgen: Getreide

Kurse schließen uneinheitlich

Weizen: An der Matif kann sich der Dezember-Kontrakt noch einmal von den schwachen Vortagen etwas erholen. Nach einem technischen Kursgewinn von 2,50 €/t schloss der der am Montag auslaufende Frontmonat mit 162 €/t. Der März notierte mit 163,50 €/t. Der Spread zwischen den beiden vorderen Termine, der zwischenzeitlich auf 5 €/t angewachsen war, hat sich wieder deutlich verringert.
 
Die Nachrichtenlage am europäischen Weizenmarkt war dünn. Frankreich dehnt seine Weizenfläche für die kommende Ernte um 4 % aus. Rumänien hat in diesem Jahr nach der offiziellen Statistik eine Weizenernte davon 8,4 Mio. t eingefahren, die das Vorjahresergebnis um 6,9 % übertrifft. Die rumänischen Weizenerträge lagen mit 4,05 t/ha 5,5 % über dem Vorjahreswert und markierten einen neuen Rekord.
 
Auch am internationalen Markt fehlen Anregungen für den Weizen. Die Stimmung ist bärisch und bullische Argumente sind nach den jüngsten großen Ernteschätzungen für  Australien und Kanada weit und breit keine in Sicht. Die Chicagoer Börse notierte den März-Kontrakt 5,6 Cent/bushel schwächer und der Schlusskurs konnte sich gerade so über der psychologischen Marke von 4 US-$/bushel halten.
 
Mais: Die Maiskurse in Chicago ruderten leicht zurück. Der März verlor 2,4 Cent/bushel und notierte mit 358 US-$/bushel. Gewinnmitnahmen, der schwächere Weizen und die wieder rückläufigen Rohölpreise drückten. Vom morgigen USDA-Report erwartet der Markt eine kleine Aufwärtskorrektur der US-Maisbestände zum Ende der Saison.
 
Die Maisnotierungen an der Matif zeigten sich von der freundlicheren Seite. Der Januar legte 0,50 €/t auf 163,50 €/t zu. (St)
 
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