Märkte am Morgen: Getreide

Kurse ziehen weiter an


Weizen: Die feuchte Witterung in Westeuropa lässt die Weizenkurse weiter anziehen. Zusätzliche Schützenhilfe kam aus Chicago. Die Kurse in Paris legen bis zu 2,00 €/t zu. Der Dezember schloss bei 175,50 €/t. Die offenen Positionen an der Matif steigen an.
Einschätzungen der Analysten von Agritel zufolge sorgt das nasse Wetter für erheblichen Krankheitsdruck im Wintergetreide und Raps und soll sich auch negativ auf die Erträge auswirken. Agritel geht davon aus, dass das Problem nicht nur Frankreich betrifft, sondern sich über  Zentraleuropa bis in die Ukraine und Russland fortsetzt.
 
Am Hamburger Markt haben die festeren Matifnotierungen die Prämien am Kassamarkt  schmelzen lassen. Zum Wochenauftakt wurde für Lieferung im Juni ein Flatpreis von 160,00 €/t franko Hamburg genannt.
 
In Chicago ließen neue Short-Eindeckungen die Preise weiter ansteigen. Feste Maispreise, dass ungünstige Wetter in Europa und Technik bestimmten die Sitzung. Der Juli arbeite sich nach einem Plus von 10,2 Cent/bushel wieder auf über 5 US-$/bushel hoch. Die Weizen-Futures von Juli bis Dezember notierten zudem über dem 200-Tage- Durchschnittspreis und feuerten Preisfantasien an. Die Fonds halten weiterhin umfangreiche Shortpositionen von rund 91.000 Kontrakten in Chicago und 19.000 Kontrakten an der Weizenbörse in Kansas.
 
Nachbörslich korrigierte das USDA die Bonitierung der US-Winterweizenbestände um 1  Prozent zwar etwas nach unten, doch die Bestände sehen gut aus. Für Kansas und Oklahoma werden die besten Erträge seit sechs bzw. fünf Jahren erwartet. Die US-Ernte hat bereits begonnen, wird aber erst in der kommenden Woche verstärkt einsetzen.  
 
Mais: Auch die Mais-Futures in Chicago hielten Kurs ‚Nord‘. Der Juli legte 9 Cent/bushel zu und schloss mit 4,27 US-$/bushel. Gute US-Exportzahlen, die schwächere  brasilianische Maisernte und Käufe der Fonds, die 131.000 Kontrakte ‚long‘ sind, stützen. Die US-Maisaussaat ist bis auf einen Rest von 2 Prozent abgeschlossen, 90 Prozent der Flächen sind bereits ausgelaufen.
 
In Paris legte Mais ebenfalls zu. Der Juni notierte ein Plus von 2,75 €/t und mit 178 €/t. (St) 
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