Märkte am Morgen: Ölsaaten

Kursfeuerwerk bei Soja

Sojakomplex: Zur Wochenmitte finden Händler an der Chicagoer Börse CBoT richtig Gefallen an den seit langem wieder steigenden Notierungen. Dies zeigt sich an den umfangreichen Umsätzen bei Sojabohnen von rund 22.000 Kontrakten am Mittwoch. Der Novemberkontrakt an der CBoT steigt auf 10,43 US-$/Bushel, das ist ein Plus gegenüber dem Vortag von 3,4 Prozent. Noch besser sieht es beim Sojaschrot aus. Hier stehen am Ende des Börsentages 397,20 US-$/short-ton auf der Anzeigetafel, ein Gewinn von rund 6 Prozent. Die logistischen Probleme in den USA vor allem bei der US-Eisenbahn spitzen sich zu. Eigentlich ist die Nachfrage nach Sojaschrot vorhanden, doch können US-Farmer nicht schnell genug liefern. Sowohl bei den Verarbeitern als auch an Exporthäfen fehlt schlichtweg Anschlussware.

Raps: Schon am Mittwochvormittag deutete sich an der Warenterminbörse in Paris ein freundlicher Börsentag mit umfangreichen Umsätzen für den Frontmonat November an. Der November verbesserte sich um 6,74 €/t auf 334,75 €/t. Der Februartermin konnte sogar um 7,75 auf 345,50 €/t zulegen. Auch am Kassamarkt bleiben die Vorgaben aus Paris nicht unbeachtet. Die Abgabebereitschaft Ware zu verkaufen nimmt im Gegensatz zu den vergangenen Monaten deutlich zu. Marktteilnehmer rechnen damit, dass Raps bis zum Wochenschluss die Marke von 340,00 €/t überspringen dürfte.
Kanadischer Canola-Raps lässt sich von den Kurssprüngen gerne anstecken und gewinnt in Winnipeg 10,70 auf 444,40 Can-$/t für den Frontmonat November dazu.

Rohöl: Rohöl kann sich auch am Mittwoch weiter befestigen. Ein Barrel von 159 Liter der Nordseesorte Brent zur Lieferung im Dezember kostete am Mittwoch 86,46 US-$. Das waren 43 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI stieg auf 81,72 US-$. Die Kauflaune der US-Amerikaner beflügelt kurzfristig die Konjunktur und somit auch die Ölpreise. Für das Jahr 2015 rechnet die Commerzbank in ihrer Rohölanalyse mit einem Durchschnittspreis von 85 US-$/Barrel für das Nordseeöl Brent und 82 US-$/Barrel für die WTI-Qualität. Die Bankenanalysten führen die schwache Weltkonjunktur auf die niedrige Ölnachfrage und somit steigende Rohölbeständen zurück. (da)
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