Hochwasser

Lagerstandorte geräumt


Der Mageburger Hafen, in dem auch viele Agrargüter verschifft werden, steht unter Wasser
-- , foto: Magdeburger Hafen GmbH
Der Mageburger Hafen, in dem auch viele Agrargüter verschifft werden, steht unter Wasser

Die sieben Meter hohe Kaimauer am Industriehafen in Magdeburg ist überflutet. Der Ortsteil Rothensee steht unter Wasser. Auch einige Hafenstandorte von Agrarhandelsunternehmen sind betroffen. Allerdings liegen einige Silos an Anhöhen, so dass das Wasser die Lagerhallen nicht erreicht hat.

Anders sieht es entlang der Elbe Richtung Hamburg aus. Dort wurden die Lagerhallen vorsorglich geräumt. Einige sind mit Wasser voll gelaufen. An der Saale werden ebenfalls Lagerstandorte wie in Calbe geräumt.  "Ein Trost ist, dass in den Außenstellen vor der Ernte nicht mehr viel Getreide und Raps liegt", schildert ein Betriebsleiter die Situation. Dennoch, schätzen Marktteilnehmer, wird es sicherlich zwei Wochen dauern, bis die Läger wieder sauber sind.

Die Schifffahrt ist an der Elbe unterbrochen. Lieferungen von Magdeburg Richtung Hamburg sind ausgesetzt. Allerdings bestehe kein großer Lieferdruck, so dass die Händler abwarten können, heißt es.

Der Mittellandkanal in Magdeburg bleibt vom Hochwasser verschont. Aber auch hier können keine Schiffe nach Hamburg verladen werden, weil einige Schleusen gesperrt sind. Nur noch Richtung Westen über Braunschweig kann Ware fließen.  

Nach den Prognosen soll der Pegel an der Elbe in Magdeburg frühstens am Mittwoch wieder unter 7 Meter fallen. Die Stärkefabrik in Barby an der Elbe produziert seit vergangenen Dienstag nicht mehr. Höhere Gewalt wird hier als Grund für die Unterbrechung angegeben. (da)
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