Märkte am Mittag

Landwirte setzen auf Preisanstieg

Der Brotweizenhandel in Nordwestdeutschland bleibt für alle Qualitäten ausgesprochen ruhig. Trotz der Kurssteigerungen in der vergangenen Woche gibt es in der Landwirtschaft kaum Abgeber. Auch Prämiengeschäfte lassen sich nur vereinzelt abschließen. In der vergangenen Woche wurden am Niederrhein auf die Matif Prämien von 2 €/t und in Westfalen 5 €/t bezahlt. Wie sich die Prämienhöhe in dieser Woche entwickelt, ist noch nicht absehbar. Die Umsätze am Montagmorgen waren zu klein, um einen Trend zu erkennen.

Weil der Erntebeginn kaum abgeschätzt werden kann, werden Ex-Ernte Geschäfte mit weiten Lieferfristen besprochen, was das Geschäft für die Mühlen nicht einfacher macht. Für den Termin September bis Dezember können die Mühlen mangels Angebot keine großen Mengen einkaufen. Auf Erzeugerseite werden auch nach den jüngsten Kursgewinnen weiter eher die bullischen Argumente gesehen. Zudem besteht in der Landwirtschaft kein Verkaufsdruck.

Die Matif startet schwach in die neue Woche. Gewinnmitnahmen drücken die Kurse für Weizen, Raps und Mais. Weizen verliert bis zum Mittag fast zwei Prozent auf 200,25 €/t, Raps ein Prozent auf 390,00 €/t und Mais 1,5 Prozent auf 190,75 €/t. (SB)
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