Märkte am Morgen: Getreide

Leichte Erholung in Paris

Weizen: An der Matif zeigten die Weizenkurse nach den vorangegangenen Notizverlusten wieder etwas freundlichere Tendenzen und legten in einer Gegenreaktion bis zu 2,50 €/t gut. Dezember notierte mit 158,50 €/t und der Dezember mit 166,50 €/t.
 
Die französische Beratungsorganisationen Agritel erwartet aufgrund der schwachen französischen Ernte eine EU-Weizenernte (inklusive Durum) von 143 Mio. t. Die Schätzung liegt auf ähnlichem Niveau wie die aktuellen Prognosen von Strategie Grains und der französischen InVivo Gruppe. Am französischen Kassamarkt sind die Prämien auf die Matifnotierungen an den Andienungsplätzen aufgrund der schwachen  Weizenqualitäten angezogen.
 
In Chicago setzte sich die rückläufige Tendenz fort, die Notizverluste fielen aber moderat aus. Der Dezember notierte bei 4,26 US-$/bushel. Analysten halten aufgrund von Charttechnik weitere Notizverluste für möglich. Die große kanadische Weizenernte und höhere Schätzungen für die Ukraine drückten.
 
Für die Ukraine erwarten die Analysten von UkrAgroConsult eine Getreideernte von 62,7 Mio. t. Die vorangegangene Prognose wurde um 1,7 Mio. t nach oben korrigiert. Ägypten hat einen Weizentender über 55.000 t storniert. Ursache hierfür ist vermutlich der jüngste Anstieg der Weizenpreise am Schwarzen Meer um 5 bis 6 US-$/t.
 
Mais: Die Notierungen in Chicago gaben geringfügig nach. Der Dezember schloss mit  3,63 US-$/bushel. Die Erntebereisung von ProFarmer beobachtet im Mittleren Westen zwar sehr gute Maiserträge, die zum Teil aber deutlich unter der USDA Prognose liegen. Insgesamt ist das Bild der Mais uneinheitlich und Rekorderträge lassen sich nach den bisherigen Einschätzungen kaum erwarten.
 
An der Matif legte Mais zu. Der November schloss nach einem Plus von 1,25 €/t mit 166 €/t. In Frankreich zeichnet sich durch trockenes und warmes Wetter und zu geringe  Niederschläge in den vergangenen Wochen eine schwache Maisernte ab. Einschätzungen von Analysten zufolge könnte sie unter 13 Mio. t fallen. Bereits im  Vorjahr hatte Frankreich eine vergleichsweise kleine Maisernte von nur 13,5 Mio. t eingefahren. (St)
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