Märkte am Morgen: Getreide

Leichter Druck auf Weizenkurse

Weizen: An der Matif hielt der technische Druck auf den Frontmonat Mai an. Die Kurse gaben 3 €/t nach. Die Termine im neuen Jahr legten dagegen etwas zu. Die umfangreichen Weizenexporte der EU sind diese Woche eingeknickt. Es wurden nur Exportlizenzen über 130.000 t Weichweizen gezogen. Der festere Euro der Vortage könnte die Exportaktivitäten kurzfristig gebremst haben.
 
In Chicago gaben die Weizennotierungen erneut leicht nach. Kleinere Regenfälle in einigen Gebieten des südlichen Weizengürtels und Gewinnmitnahmen drückten auf die Stimmung. Immerhin haben die US-Weizenkurse im Wochenverlauf 2,5 Prozent zugelegt. Charttechnisch bleibt die Tendenz für Weizen fest. Der Trockenheits-Monitor für die USA weist zudem eine Verschärfung der trockenen Bedingungen aus.
 
Heute richtet sich der Fokus des Marktes auf die neuen USDA-Zahn, die erstmals in diesem Jahr Vorschätzungen über die kommenden Ernten 2014/15 geben werden. Für die alte Ernte rechnet der Markt mit einer Anhebung der globalen Endbestände. Nach Einschätzung von einigen Analysten könnten sie bis auf knapp 187 Mio. t ansteigen.
 
Mais: Mais nabelte sich in Chicago etwas von den schwächeren Weizenkursen ab und legte leicht zu. Die ungünstigen Bedingungen für die US-Maisaussaat im Mittleren Westen dürften die Kurse positiv beeinflusst haben. Im Wochenverlauf haben die Chicagoer Mais-Futures 2,5 Prozent zugelegt. Die charttechnische Tendenz zeigt sowohl im Kurzzeit-Bereich als auch mittelfristig nach oben.
 
An der Matif schloss der Mais bei sehr kleinem Handel aufgrund des Feiertags in Frankreich für Juli unverändert. Die neue Ernte legte etwas zu. Die Maiseinfuhren aus Drittländern in die EU halten unverändert an. In dieser Woche wurden neue Importlizenzen über 301.000 t gezogen. Damit summieren sich die EU-Importlizenzen für Mais auf 12,26 Mio. t. (St) 
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