Märkte am Morgen: Ölsaaten

Liquidationen reißen Soja runter

Sojakomplex: In Chicago zeigte die USDA-Schätzung mit den auf fast 83 Mio. t angehobenen globalen Sojabohnen-Endbeständen für die kommende Kampagne Wirkung. Der Bohnenpreis für Juli fiel im Sitzungsverlauf unter die Widerstandslinie von 14,30/14,40 US-$/Bushel. Dies löste eine Liquidationswelle und charttechnisch bedingte Stopp-Orders aus. Die Julinotierungen rutschten mit einem Minus von rund 11 US-$/t für die Bohne und von mehr als 14 US-$/t für Schrot kräftig aus. Die umfangreichen long-Positionen der Fonds bei Sojabohnen lassen für die alte Ernte auch künftig kurzfristig Liquidationen und Preiskorrekturen nach unten erwarten. Heute Morgen sind die Vorzeichen beim Chicagoer Sojakomplex aber schon wieder grün.
 
Raps: Von dem Einbruch in Chicago blieb Raps an der Matif unberührt. Allenfalls die höchsten Tagesgewinne relativierten sich etwas. Mit einem Plus von 1,25 €/t für den August-Kontrakt setzte sich die kurzfristig freundlichere Tendenz für Raps am Vortag fort.
Canola gab in Winnipeg dagegen für die neue Ernte bis zu 3,20 Can-$/t nach.
 
Rohöl: Die Rohölmärkte erhalten kräftigen Auftrieb von der Krise und den Umwälzungen im Irak. WTI legte 2,13 US-€/t und Brent Crudeöl 3,07 US-$/Barrel zu. Heute Morgen setzt sich der Preisauftrieb fort. Der Vormarsch der Terrorarmee Isis auf Bagdad und die desolate Lage der derzeitigen Regierung droht den gesamten Nahen und Mittleren Osten zu destabilisieren. Der Irak ist der zweitgrößte Produzent im Opec-Kartell. Kurdische Einheiten haben sich am Vortag die Kontrolle über die wichtigste nordirakische Ölförderregion bei Kirkuk gesichert. (St)
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