Märkte am Mittag

Lustlose Stimmung im Süden

Hauptgrund für die lustlose Stimmung sind die  Vorgaben der internationalen Märkte. Sie haben auch die Notierungen an den hiesigen Warenbörsen weiter auf Talfahrt geschickt. Vor allem zeigen sich die Weizennotierungen schwach und es ist auch für die nächste Zeit hier keine grundlegende Veränderung zu erkennen. Landwirte und Händler hoffen jedoch unverdrossen auf steigende Preise  Entsprechend verhalten ist ihre Abgabebereitschaft. So besteht vielorts die paradoxe Situation, dass physische Ware nur schwer zu greifen ist. Andererseits verweisen die meisten Mühlen mindestens bis Jahresende auf eine ausreichende Rohstoffversorgung. Bei Kaufanfragen scheitert ein Geschäftsabschluss ohnehin an der Differenz zwischen Geld- und Briefkursen. Landwirtschaft und Handel warten deshalb weiter ab und sehen mit Spannung auf die Maisernte mit Hoffnung auf steigende Weizenpreise. Ob sich diese Hoffnung freilich erfüllt ist angesichts der europäischen und globalen Erntemengen fraglich. Auch Richtung Italien wird im Moment kaum Weizen aus Süddeutschland verkauft. Das Drittlandgeschäft findet weiterhin fast ohne deutsche Beteiligung statt. Hier ist weiterhin das Baltikum mit relativ Preiswerten Offerten am Zug. Die Erwartungen, dass eine vermeintlich schwächere Silomaisernte eine größere Roggennachfrage nach sich ziehen könnte, sind bis jetzt nicht zu erkennen.

An der Matif dreht der Frontmonat September nach den hohen Verlusten vom Donnerstag heute wieder leicht ins Plus und notiert mittags mit 149,50 €/t um 2,75 €/t über dem gestrigen Schlusskurs. Auch spätere Termine können sich mit leichten Kursgewinnen gegen den Abwärtstrend stemmen. November-Mais gibt leicht auf 161,50 €7t nach, auch Raps notiert mit 358,75 €/t etwas schwächer. (HH)
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