Märkte am Morgen: Getreide

Märkte bleiben nervös

Weizen: In Chicago sieht Weizen erstmals wieder rote Vorzeichen. Der Mai schließt 1 Cent niedriger mit 6,42 $. Im Laufe des Tages hat er sich zwischen kleinen Gewinnen und kleinen Verlusten bewegt. Die Unsicherheit über die politische Entwicklung auf der Krim bleibt bestehen. Auch hat der Sojakomplex die übrigen Agrarmärkte mit nach unten gezogen. Die Chinesen haben jetzt tatsächlich Bohnenkontrakte storniert. Die Nachrichten über eine mögliche Trockenheit in der Ukraine bleiben noch ohne größere Wirkung auf die Preise. 30 bis 50 Prozent der üblichen Regenfälle sollen in den vergangenen vier Monaten gefallen sein. Normale Niederschläge könnten die Verluste nicht wettmachen. In der US-Nachtbörse bleibt der Weizen heute Morgen schwach gestimmt.

Weizen in Paris ist am Ende des Tages positiv gestimmt. Die Gewinne fallen aber mit maximal 1,75 €/t für den Mai auf 205,75 € und im November 2014 auf 196,75 €/t eher überschaubar aus. Ab März 2016 sind auch kleine Verluste aufzuweisen. Dennoch ist ein Drei-Monats-Hoch erreicht. Die gute Exportnachfrage und die Spannungen in der Ukraine nennt Reuters als Gründe. Neue Getreideexportkontrakte mit der Ukraine werden aufgrund der Krise offenbar blockiert. Dennoch wird von einer globalen Versorgungskrise nicht ausgegangen, auch wenn die Märkte nervös bleiben.

Die europäische Kommission sieht die diesjährige europäische Weizenernte bei 144,5 Mio. t, inklusive 8,67 Mio. t Durum. Damit liegt sie mit der Schätzung von Strategie Grains mit 145,1 Mio. t und den 143 Mio. t des Internationalen Getreiderates in etwa auf Linie.
Algerien hat 300.000 bis 350.000 t Brotweizen gekauft.

Mais: Mais in Chicago muss ebenfalls abgeben. Der Mai schließt 2 ½ Cents niedriger mit 4,82$. Die gute globale Versorgung und die nicht mehr so angespannte Lage in der Ukraine werden als Gründe herangezogen. Heute Morgen ist Mais in Chicago nochmals schwach gestimmt.

In Paris ist der Mais gestern dagegen noch weitestgehend freundlich eingestellt. Der Mai legt 1,25 €/t auf 183,00 € zu. Bis zu 2,00 €/t können spätere Monate verbuchen. (dg)
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