Märkte am Mittag

Mais bleibt zum Dreschen stehen

Die Silomaisernte in Niedersachsen läuft nun auf vollen Touren. Die positiven Ernteerwartungen bestätigen sich. Viele Milchviehbetriebe und Biogasanlagen haben hohe Bestände aus der Ernte 2014 und deshalb Mühe, die erneut großen Mengen einzulagern. Für Milcherzeuger bietet sich so die Möglichkeit, einen Teil des Maises zu dreschen und dringend benötigte Einnahmen erzielen. Das regionale Körnermaisangebot wird deshalb recht groß ausfallen. Im südwestlichen Niedersachsen wird die Körnermaisernte in der kommenden Woche beginnen. Frei Kraftfutterwerk werden ex Ernte Preise von 165 bis 170 €/t genannt. Für Silomais werden in den Veredelungsregionen ab Feld rund 1.250 bis 1.300 €/ha oder 75 €/t Frischmasse bei 33 Prozent Trockensubstanz bezahlt.

Der Futtergetreidemarkt ist nach wie vor recht ruhig. Die Kraftfutterwerke bereiten sich auf die Aufnahme von Körnermais vor. Angesichts der eher schleppenden Mischfutternachfrage besteht auch für Termingeschäfte kein großes Interesse. Die Briefkurse für Futterweizen für das erste Halbjahr 2016 von 185 €/t erscheinen den Verarbeitern angesichts eines insgesamt großen Weizenangebotes und alternativer Bezugsmöglichkeiten wie britischer Ware zu hoch.

Nach den Verlusten am Donnerstag kann sich Weizen an der Matif heute behaupten. Zum Mittag steht der Dezember gegenüber dem gestrigen Schlusskurs unverändert bei 177,50 €/t. Gleiches gilt für November-Mais (161,25 €/t). Beim Raps gewinnt der November-Future um 1 €/t auf 377,75 €/t. (SB)

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