Märkte am Morgen: Getreide

Mais gewinnt mit USDA-Zahlen

Weizen: Die USDA-Zahlen des Vortrags brachten für die alte Ernte keine  Überraschungen mehr. An der Matif war der Weizenhandel im Vorfeld des Reports äußerst verhalten. Für den Mai-Kontrakt  drückten weitere Positionsbereinigungen den Schlusskurs an seinen letzten Handelstag um 2,50 €/t auf 161,50 €/t nach unten. Neuer Frontmonat ist seit heute der September, der nach einem leichten Plus knapp unter 170 €/t notierte. Die kommende europäische Gesamt-Weizenernte taxiert das USDA auf 151 Mio. t. Die Schätzung, die auch Durum-Weizen beinhaltet, passt in etwa zu der Prognose der EU-Kommission von einer Weichweizenernte von 142 Mio. t.
 
Etwas Unterstützung erhielten die europäischen Weizen-Future von den offiziell um  200.000 t  auf 5,2 Mio. t nach oben korrigierten Weizenexporten Frankreichs für dieses Wirtschaftsjahr. Das französische Getreideamt AgriMer korrigierte zudem die Weizen-Endbestände Frankreichs auf 2,4 Mio. t nach unten.
 
Der Chicagoer Weizen profitierte von der kleineren kommenden US-Weizenernte, die mit 49,5 Mio. t das Vorjahresergebnis voraussichtlich um 13,4 Mio. t unterschreiten wird. Die Winterweizenernte in den USA damit fällt auf den niedrigsten Stand seit 2006 zurück. Dennoch bleibt die US-Weizenversorgung äußerst komfortabel, denn auch nach der jüngsten USDA-Bilanz werden am Ende nächsten Kampagne noch 55 % der kleineren US-Ernte in den Silos liegen bleiben. Im nördlichen Texas halten sich die Auswirkungen des Schneesturms vom Monatsanfang anscheinend in Grenzen. Nach einer ersten Bewertung hat der nasse Schnee die Halme zwar nach unten gebogen, aber nicht gebrochen. Die Bestände sehen in der Summe weitgehend gut aus.
 
Mais: Der vom USDA prognostizierte Rückgang der kommenden US-Maisernte um 27,5 Mio. t auf 357 Mio. t ließ die Chicagoer Maisnotierungen mit Kursgewinnen von 7,2 Cent/bushel für die vorderen Termine schließen. Der Juli notierte mit 3,76 US-$/bushel. Die globale Maisversorgung bleibt komfortabel, denn Argentinien und Brasilien werden mit ihren diesjährigen Rekord-Maisernten von 96 Mio. t bzw. 40 Mio. t und einem gebündelten Exportvolumen von 71 Mio. t vorerst für ein reichliches Maisaufkommen sorgen.
 
China rechnet einer offiziellen Umfrage zufolge mit einer Einschränkung des Maisanbaus um 2,5 % und einer kommenden Maisernte von 214 Mio. t. Das USDA setzte die nächste  chinesische Maisernte in seinem neuen Report noch 1 Mio. t höher an.
 
An der Matif schloss der Juni mit einem Plus von 0,50 €/t mit 174,25 €/t. Nach der USDA-Prognose lässt sich für die EU eine Maisernte von 63,5 Mio. t erwarten. Der Importbedarf soll im neuen Wirtschaftsjahr um 1 Mio. t auf 14 Mio. t anwachsen. (St) 
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