Märkte am Mittag

Mais ist weitgehend in Ordnung

Die Maisernte im nordwestdeutschen Raum und Westfalen ist zu etwa 90 Prozent in trockenen Tüchern. Während Erfassungsbetriebe im Südoldenburger Raum von ähnlichen Anlieferungsmengen wie im Vorjahr sprechen, wurden in Westfalen etwa 10 Prozent weniger Körnermais gedroschen. Probleme mit zu hohen Mykotoxingehalten gibt es nur in Einzelfällen. In der Regel können Werte von bis zu 1250 ppb eingehalten werden.
 
Das Maisgeschäft ist äußerst ruhig, zumal viele Erfassungsbetriebe noch dabei sind, die Partien zu sondieren. Inländischer Mais wird entsprechend wenig gehandelt. Die Quotierungen hierfür liegen um die 172,00 €/t franko Südoldenburg. In Emsland werden fachbedingt etwas höhere Maiskurse genannt. In Westfalens ist das Maisgeschäft vernachlässigt.
 
Optioneller Mais ab Brake wird mit 166,00 bis 168,00 €/t für das alte Jahr offeriert. Ab Hengelo wird optioneller Mais frei Fuhre mit 169,00 €/t angeboten. Für beide Paritäten werden in die Kontraktbedingungen maximale Don-Werte von 5.000 ppb genannt.  
 
Das Futterweizengeschäft in den Veredlungsregionen hat sich wieder abgeschwächt. Die Preise im Südoldenburger Raum bewegen sich um 172,00 €/t für das alte Jahr, für die Termine im neuen Jahr liegen sie bei 176,00 €/t frachtfrei. Gerste konnte bei festeren Futterweizenpreise nicht mitgehen und notiert nur bei 164 bis 165,00 €/t für die Termine alten Jahr. Das Gerstengeschäft ist vernachlässigt.
 
Bei Brotgetreide finden kaum Umsätze statt. Die rheinischen und westfälischen Mühlen winken für das alte Jahr ab. Für das neue Jahr ergeben sich sporadisch kleinere Umsätze für Januar/März im westfälischen Raum. Zuletzt wurde hierfür 176,00 €/t bezahlt. Am Terminmarkt zeigt sich Weizen heute wieder stabiler und die Matif notiert den Januar-Kontrakt nach einem Plus von 0,50 €/t bei 172,25 €/t. Der November notiert knapp 3,00 €/t darunter.
 
Das Rapsgeschäft am Kassamarkt bleibt vernachlässigt. Nachdem die Notierungen an der Matif in den vergangenen drei Tagen zweistellig nachgegeben haben, haben sich die Landwirte wieder vom Markt zurückgezogen. Am Terminmarkt gibt Raps heute mit schwachen Vorgaben vom Sojakomplex weiter nach. Der Februartermin notierte am späten Mittag bei 333,50 €/t und 2,50 €/t schwächer als am Vortag. (St)
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