Märkte am Mittag

Mais leidet unter Trockenheit

Nur in Süddeutschland gab es am Wochenanfang heftige Unwetter und reichlich Niederschläge. Vor allem die Herbstsaaten konnten das Wasser gut gebrauchen. Die Körnermaisernte ist bundesweit und in der EU voll im Gange. Allerdings werden vom Prognosedienst MARS der EU-Kommission die Erträge für Körnermais in der Septemberschätzung nach unten korrigiert. Gegenüber dem August-Bericht ist die europäische Ertragsschätzung für Körnermais um 5,4 Prozent auf 6,8 t/ha gesunken. Auch Sonnenblumen dürsten nach Wasser. Für die Jahreszeit viel zu warm ist es laut MARS in Rumänien, Bulgarien und in der Süd-Ukraine. Aber auch in Italien, im Norden Frankreichs und Deutschlands sorge Wassermangel für eine schwache Kornfüllung von Mais und Sonnenblumen. Einen gewissen Ausgleich bringe eine längere und intensive Sonnenstrahlung im Monat September. Aufgrund guter Startbedingungen im Frühjahr und Sommer erwartet der Prognosedienst für die Ukraine trotz des Wassermangels eine durchschnittliche Maisernte.

Frostgefahr in Australien

Berichte über erste Nachtfröste in Australien sorgen kurz vor der beginnenden Weizenernte für Aufregung. In Australien wird in diesem Jahr bislang mit einer großen Weizenernte gerechnet. Nun könnten niedrige Temperaturen die Prognosen durcheinanderwirbeln. An der Matif kann sich Weizen für Dezember leicht befestigen und notiert bei 161,75 €/t. Hingegen verliert heute mittag Raps 1,50 auf 373,75 €/t. Mais kann sich nach sich abzeichnenden Ertragseinbußen um 0,25 auf 160,75 €/t für den Monat November verbessern. (da)


 
stats