Märkte am Mittag

Mais mit guten Erträgen


Markttendenz
Die Futtermühlen im Nordwesten bieten trotz niedriger Börsenkurse Chancen für Vermarktung von Weizen. Gerste ist dagegen weniger gefragt.
In Niedersachsen sind Landwirte und Lohnunternehmer nach einer durchschnittlichen Silomais-Kampagne nun dabei CCM und Körnermais zu ernten. Das warme und trockene Wetter im September hat für optimale Erntebedingungen gesorgt. Die Silomaiserträge liegen im Durchschnitt und stellen insgesamt zufrieden. Im Westen und an der Küste sind die Maishäcksler noch im Einsatz. Auch bei Körnermais und CCM liegen die Erträge im langjährigen Durchschnitt. Die Feuchtigkeitsgehalte schwanken sortenbedingt zwischen 29 und 36 Prozent. Biogasanlagen sind nach einer erneut guten Ernte gut versorgt. Das Interesse, zusätzlichen Mais zu kaufen, ist gering. Im Westen wird Körnermais vereinzelt direkt ab Feld feucht in die Niederlanden verkauft. Die Futtermühlen im Oldenburger Münsterland zahlen bei Rücknahme von Mischfutter für trockenen Mais 165 bis 170 €/t frei Mühle. Ohne Koppelgeschäfte liegen die Kurse bei 158 bis 160 €/t.

Was die Maisernte erleichtert hat, wird für die Aussaat von Wintergetreide zum Problem. Im Niedersachsen hat es regional seit mehr als vier Wochen nicht geregnet, sodass die Böden ausgetrocknet sind. Niederschläge am Wochenende haben die Lage etwas entspannt. Viele Landwirte nutzen die Gunst der Stunde, um jetzt Winterweizen zu drillen. Sorgen bereitet der Raps, der wegen der Trockenheit schlecht aufläuft.

Futterweizen fließt weiter zu den Verarbeitern im westlichen Niedersachsen. Die Kursverluste im Paris haben sich nur wenig auf den Kassamarkt ausgewirkt. Frachtfrei Südoldenburg werden für den Termin Oktober bis Dezember 165 €/t angelegt. Futtergerste ist kaum besprochen. An der Matif konnte sich Weizen nach der schwachen vorigen Woche heute nicht wirklich erholen. Der Dezember notiert mittags mit 157,75 €/t zwar um 0,75 €/t über dem Schlusskurs vom Freitagabend, aber noch immer deutlich unter der psychologisch wichtigen 160-Euro-Linie. November-Raps verliert 0,50 €/t auf 377,25 €/t. Auch bei Mais sind Vorzeichen für den Frontmonat November negativ. Mit 157,75 €/t beträgt der Verlust zum Freitag 0,75 €/t. (SB)
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