Märkte am Mittag

Mais sorgt für Spekulationen

Die zweite Hand will sich nicht von der aus der Ernte teuer bezahlten Ware trennen. Etwas Geschäft gibt es für Roggen und Triticale. Für Roggen werden zwischen Weser und Ems 150 bis 160 €/t bezahlt, wobei Preise im Emsland am höchsten sind. Bei Futtergerste liegt die Spanne bei 165 bis 170 €/t. Für Futterweizen sind die Preise wegen des kleinen Geschäfts schwer zu greifen. Für Termine bis Dezember liegen die Kurse im Raum Vechta-Cloppenburg bei 175 €/t und im Emsland bei 178 €/t.

Die hohen Maispreise sorgen dafür, dass die Mengen in den Mischungen auf das unbedingt notwendige Maß gesenkt werden. Im Schweinefutter werden vor allem Roggen und Triticale profitieren, erwartet der Einkäufer eines Mischfutterherstellers. Die Geflügelfutterproduzenten versuchen möglichst viel Mais in der Region zu erfassen und bieten den Landwirten schon heute Körnermaiskontrakte mit Preisen von 175 €/t ab Hof an. Ob sich so tatsächlich größere Mengen regional erfassen lassen, wird von Händlern bezweifelt. Viele Rindermäster und Milcherzeuger haben ihren Maisanbau wegen des Greenings eingeschränkt. Sie müssen zunächst ihre eigene Futterversorgung sichern, ehe sie Körnermais verkaufen können. Zudem fehlt es wegen der sehr guten Getreideernte an Lagerraum. Auch die Maisbestände haben sich im westlichen Niedersachsen hervorragend entwickelt, sodass für Silo- und Körnermais überdurchschnittliche Erträge erwartet werden.

An der Matif ist beim Weizen keine Trendwende in Sicht. Der September verliert bis 13.15 Uhr noch einmal 2,50 €/ auf 160,25 €/t. November-Mais gibt um 1,00 €/t nach, notiert mit 168,00 €/t nur knapp unter dem Dezember-Weizen, der mittags mit 171,50 €/t gehandelt wird. Auch Raps gibt nach. Der Frontmonat November verliert 2,50 €/t auf 362,00 €/t. (SB)
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