DRV-Schätzung

Mais wird zum Sorgenkind

Der DRV geht weiterhin von einer durchschnittlichen Getreideernte in Deutschland in Höhe von 47,3 Mio. t aus. Für Raps erwartet der Verband wie im Vormonat eine Erntemenge von 4,9 Mio. t mit in der Summe durchschnittlichen Ölgehalten. Diese letzte DRV-Schätzung für das Jahr 2015 stützt sich auf die Anfang August vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Daten zu den Aussaatflächen sowie auf DRV-Einschätzungen zu den Erträgen.

Gerste und Weizen übertreffen Erwartungen

Gerste und Weizen haben bei regional sehr heterogenen Ergebnissen in der Summe die bisherigen Erwartungen hinsichtlich Menge und Qualitäten übertroffen, stellt der DRV fest. Deswegen hat der Verband für beide Getreidearten seine Schätzungen des Vormonats zum Teil deutlich nach oben korrigiert. Für die gesamte deutsche Weizenernte nennt der DRV 25,7 Mio. t und für Wintergerste gut 9,1 Mio. t. Roggen könnte bei etwa 3,3 t landen.

Innerhalb eines Monats gehen 0,5 Mio. t Mais verloren

Der Mais entwickelt sich hingegen nach dem Urteil des DRV zusehends zum Sorgenkind. Der DRV hat deshalb seine Ernteprognose von rund 4,6 Mio. t im Vormonat auf nunmehr 3,9 Mio. t korrigiert. Das Vorjahresergebnis von gut 5,1 Mio. t wird somit um fast 24 Prozent unterschritten. Weniger als 4,0 Mio. t waren zuletzt 2007 gedroschen worden. Der Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre hatte 4,9 Mio. t erreicht. Zur Maisernte kommen zurzeit in ganz Europa Meldungen über niedrige Ertragserwartungen.

Hinsichtlich der Rapsernte bleibt der DRV bei der Ernteschätzung von rund 4,9 Mio. t Winterraps. Diese Menge wäre etwa 21 Prozent kleiner als im Vorjahr. (db)
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