Märkte am Morgen: Getreide

Mais zieht erneut an

Weizen: Der Mai beendet die Börsensitzung in Paris unverändert wie am Vortag. Die neue Ernte gibt mit einem Minus von 0,75 €/t geringfügig nach. Der Regen in weiten Teilen Europas drückte auf die neuerntigen Weizenkurse. Allerdings fielen die Niederschläge nicht flächendeckend, einzelne Regionen gingen leer aus. Die Wettermodelle errechnen für die nächsten 14 Tage weitere Niederschläge in West- und in Zentraleuropa sowie in der Ukraine. 

Die Weizenbestände in Westeuropa sehen überwiegend gut aus, könnten aber noch mehr Regen vertragen. Frankreich weist 75 Prozent der Weizenflächen unverändert mit gut bis sehr gut aus. Im Vorjahr erreichten nur 66 Prozent der französischen Bestände diesen Wert.  

In Chicago profitierte Weizen von den festeren Maiskursen. In den südlichen US-Plains hat es zwar geregnet, aber auch dort benötigen die Weizenbestände weitere Niederschläge. 

Mais: Im Mittleren Westen der USA kommt die Maisaussaat doch nicht so schnell voran, wie erwartet. Regen hat die Aussaat unterbrochen und ein Sturmsystem mit starken Regenfällen ist im Anzug. Laut Wettermodellen könnte sich das Tiefdrucksystem bis Mitte nächster Woche über dem zentralen Maisgürtel halten und die weitere Aussaat erheblich beeinträchtigen. An der Chicagoer Börse legen die Kurse auf allen Terminen etwas zu. Die Fonds reagierten auf die neue Wetterlage mit größeren Käufen und trieben die offenen Positionen beim Chicagoer Mais um 22.800 offenen Positionen nach oben. 

An der Matif legte der Frontmonat Juni mit einem Plus von 1 €/t leicht zu. Die übrigen Notierungen schlossen unter wechselnden Vorzeichen, aber neutral. (St)

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