Märkte am Morgen: Getreide

Maisimport in die EU legt kräftig zu

Weizen: Gut behauptet und mit einem Schlusskurs von 171,50 €/t beendet der März-Weizen an der Matif die Sitzung. Zeitweise war der Kurs allerdings unter 170 €/t gefallen.  Etwas freundlichere Vorgaben aus Chicago unterstützten die Erholung. Der Euro notiert heute Morgen gegen den Dollar mit 1,082 US-$. Für die letzte Dezemberwoche 2015 hat die EU neue Exportlizenzen für 337.000 t Weichweizen erteilt.  
 
In Chicago stand Weizen erneut unter technischem Einfluss und Shortabdeckungen. Die Kurse konnten sich ebenfalls gut behaupten. Der März notierte bei 4,63 US-$/bushel. Spekulationen über ungünstiges Wetter in Teilen der US-Plains stützen die Futures. Zum Wochenende wird in den Plains und Teilen des Mittleren Westens ein Kälteeinbruch erwartet.
 
In Argentinien sollen die Weizenbestände Agenturberichten zufolge zu 80 Prozent keine Mahlweizen-Qualitäten ausweisen. Für die Ukraine hat UkrAgroConsult seine Schätzung für die diesjährigen Weizenexporte um 1 Mio. t auf 14 Mio. t angehoben. Die Beratungs-Organisation erwartet allerdings für das kommende Wirtschaftsjahr einen Einbruch der ukrainischen Weizenexporte auf 8,5 Mio. t oder weniger.
 
Mais: Mit freundlicheren Weizen- und Sojanotierungen bewegte sich der Mais in Chicago im neutralen Bereich. Brasilien vermeldet für Dezember eine Rekordausfuhr von knapp 29 Mio. t Mais.
 
An der Matif standen die Maisnotierungen nach dem Auslaufen des Januar-Kontraktes wieder unter Druck. Die beiden vorderen Termine verloren 2 €/t und der März fiel auf rund 160 €/t. Die Maisimporte in die EU haben kräftig an Fahrt gewonnen. Für die Vorwoche erteilte die EU-Kommission neue Importlizenzen von mehr als 1 Mio. t Mais. Die Importlizenzen für Mais haben sich in dieser Saison damit auf fast 6,7 Mio. t summiert und liegen erheblich über den Vorjahreswerten von 3,8 Mio. t. (St) 
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