USDA-Mais

Maisverbrauch in den USA steigt

Zahlenbasis sicherer
Das USDA basiert seine Ernteprognosen in den USA ab dem Oktober-Bericht auf die Flächenzahlen, die Im Spätsommer für den jährlichen „Acreage“-Report Ende September erhoben werden. Sie sind zuverlässiger als die Annahmen der vorhergehenden Berichte. Noch einmal revidiert werden sie zum Jahresende. Außerdem berücksichtigt das USDA in seinem Oktober-Bericht für 2016/17 Zahlen zu den US-Beständen, die Ende September ermittelt worden sind. (db)
In seinem Wasde-Bericht vom Oktober hat das US-Landschaftsministerium (USDA) aktuelle Flächen- und Ertragsschätzungen sowie Bestandszahlen eingearbeitet (siehe Kasten). Nach Berücksichtigung der vorliegenden Daten sinkt die US-Maisernte im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent auf rund 363 Mio. t. Im Vormonat war jedoch noch ein deutlich größerer Rückgang erwartet worden. Das USDA betont außerdem, dass es sich 2017 um das zweitbeste Ergebnis in der US-Geschichte handeln würde.

Wegen des reichlichen Maisangebots rechnet das Ministerium damit, dass 2017/18 mehr Mais als im Vorjahr verfüttert und zu Ethanol verarbeitet wird. Da diese Schätzungen auch höher als im Vormonat ausfallen, steigen die Endbestände in den USA weniger stark an als noch im September erwartet. Der Effekt wird dadurch noch verstärkt, dass auch die Anfangsbestände nach unten korrigiert worden sind.

Im internationalen Maßstab wird die Maisbilanz sogar enger. Der Verbrauch dürfte das Angebot um 26 Mio. t übertreffen. Um diese Menge würden die globalen Endbestände 2017/18 sinken auf rund 201 Mio. t.

EU hat hohen Importbedarf

In der EU hat das USDA die Schätzung zur Maisernte unverändert bei 55,8 Mio. t belassen. Der Importbedarf der EU könnte 16 Mio. t Mais erreichen – im Vergleich zu 14 Mio. t im Vorjahr. Für Europa von Bedeutung ist, dass die ukrainische Maisernte 2017 jetzt 0,5 Mio. t kleiner als im September auf 27 Mio. t geschätzt wird. Um 0,5 Mio.t sinken auch die voraussichtlichen ukrainischen Maisexporte auf 21,5 Mio. t in der Saison 2017/18.

Die Maisschätzung hat die Marktteilnehmer wenig überrascht. Deswegen reagiert die Notierung in Chicago nicht mit größeren Ausschlägen. (db)
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