Mittagsmarkt

Markt im Süden tritt auf der Stelle

Die Umsätze am süddeutschen Getreidemarkt haben sich zum Wochenbeginn kaum blebt. Dabei sind unterschiedliche Tendenzen zu erkennen. Vor allem die höheren Weizenqualitäten werden von den Landwirten nur verhalten angeboten. Die Preisdifferenz zwischen A- und B-Weizen hat sich zuletzt nochmals leicht vergrößert.

Das Weizengeschäft läuft im Wesentlichen auf einem unveränderten Niveau mit den entsprechenden Tagesschwankungen. Die Verarbeiter nehmen nach wie vor eine abwartende Haltung ein. Sie spekulieren auf sinkende Notierungen. Für alle Marktbeteiligten stellt sich jedoch weiterhin die Frage, welche Einflüsse sich schließlich durchsetzen. Sind es die fundamentalen, die sich aus den zwei nacheinander folgenden großen Erntenergeben, oder doch eher politische und wettertechnische Einflüsse? Mit Prognosen halten sich Käufer und Verkäufer gleichermaßen zurück.

Die Erzeugerpreise lassen aktuell noch einen stabilen Grundton erkennen. E-Weizen konnte sogar leicht zulegen und wird im Mittel mit 195 bis 200 €/t netto, frei Erfassungslager, abgerechnet. Für A-Weizen erhalten die Landwirte um 172 bis 180 €/t. B-Weizen erzielt 156 bis 162 €/t. Das stetige Angebot an Futterweizen stößt auf eine begrenzte Nachfrage. Häufig verweisen die Mischutterwerke auf eine ausreichende Versorgung in der vorderen Position. Die Erzeugerpreise für Futterweizen liegen im Schnitt bei 148,50 €/t. Futtergerste wird bei leicht abgeschwächtem Preisniveau ebenfalls nur wenig gefragt.

Das überregionale Geschäft ist fast eingeschlafen. Die Landwirte erhalten um 141 €/t. Unverändert gering sind auch die Handelsumsätze bei Braugerste. Fast gänzlich vernachlässigt ist von Seiten der Mälzer, trotz des Preisvorteils, die alte Ernte. Dies wird als Hinweis auf eine gute Versorgungslage verstanden. Die Erzeugerpreise liegen bei etwa 180 €/t. Über die kommende Ernte wird mehr gesprochen als gehandelt. Offensichtlich möchte man erst einmal die Aussaatbedinungen für Sommergerste abwarten.

An den Börsen zeigt sich gegen Mittag eine gemischte Preistendenz. Der Mahlweizen-Future für März 2014 tritt bei 185,75 €/t auf der Stelle. Der nachfolgende Mai-Kontrakt wird mit 188,25 €/t bewertet und damit 0,25 €/t schwächer als am Freitag. Raps an der Matif dagegen gibt ein freundliches Bild ab: Der Frontmonat Mai wird mit 359,25 €/t bewertet und somit 1,25 €/t fester als am Freitag. In Chicago lassen die Maispreise Federn, während Sojabohnen und Sojaschrot freundlich tendieren. Letzteres ist darauf zurückzuführen, dass die jüngsten Exportdaten für US-Sojaschrot freundlich ausfielen.(HH)
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