Märkte am Mittag

Markt in der Schockstarre

Nach dem Einbruch der Aktien- und Rohstoffmärkte gestern ist der Markt völlig verunsichert. Nicht allein am Oberrhein fiel das Geschäftin den vergangenen Wochen klein aus. Jetzt ist ein Handel völlig zum Erliegen gekommen. Preise sind nicht zu erfahren. Wenn Kurse genannt werden, haben sie in der Regel nominellen Charakter. Ein Geschäft steht nicht dahinter.

Aus den späten Lagen des Hunsrücks wird jetzt doch etwas mehr Futterweizen angeboten. Hier lässt der Eiweißgehalt mit häufig unter 11 Prozent zu wünschen übrig. Die Ware fließt in der Regel in Richtung Benelux- Staaten ab.

Die ersten Versuche, Mais am Oberrhein zu ernten wurden wieder aufgegeben. Der Regen der vergangenen Tage hat die Gemüter etwas abgekühlt. Jetzt sind die ersten Ernteversuche für die kommende Woche angedacht. Auch die Betreiber von Biogasanlagen haben das Silieren erster Ware wieder gestoppt. Anfragen für ersten schnellen Mais soll es bereits gegeben haben. 

In Paris versuchen die Agrarrohstoffe sich nach der gestrigen Talfahrt wieder etwas aufzurichten. Der Weizen erreicht bis mittags mit 166,25 €/t im September fast wieder das Niveau vom Freitag. Auch im Dezember gleicht er auf 175,50 €/t gut aus. 

Beim Rapskurs gelingt das nicht. Er legt im November bis mittags nur 2,75 €/t im Vergleich zu gestern zu und bewegt sich bei 351,50 €/t. Mais legt sich sogar heute Mittag leicht über den Schlusskurs vom Freitag mit 174,50 €/t. Die Nachtbörse in Chicago hält die Gegenbewegung bis heute Mittag ebenfalls durch. (dg)


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