Märkte am Mittag:

Markt wartet auf den WASDE-Report

„Der Juni-Report des USDA bringt für die Märkte meistens keine richtigen Impulse. Für die Sojabohnen ist es noch zu früh. Die Quartalszahlen Ende Juni bringen da mit Sicherheit mehr Erkenntnisse für die Ölsaaten“, analysiert ein Marktbeteiligter. Die Korrekturen für Soja und auch für Getreide werden sich nach Analysten-Umfragen im Vorfeld vermutlich in Grenzen halten. Überschaubare Impulse könnten allerdings von niedrigeren US-Sojaöl-Beständen kommen. 

Der Getreidehandel wartet zwar auf die neuen Zahlen, zeigt sich aber wenig aufgeregt und sieht der Veröffentlichung gelassen entgegen. Der Einfluss des festeren Euros dürfte die Märkte kurzfristig mehr beeinflussen, als die neuen Zahlen des US-amerikanischen Landwirtschaftsministeriums, so der Tenor in der Branche.

Knappes Rapsangebot

Die schwächeren Rapsnotierungen an der Matif mit Notizverlusten von fast 3 €/t im Mittagshandel für den Augusttermin lassen sich daher auch weitgehend den Währungseinflüssen zuordnen. Der Eurokurs legt heute weiter zu und bewegte sich gegen Mittag bei 1,13 US-$. Am Kassamarkt haben sich die Prämien auf die Matif-Notierungen bei einem äußerst knappen Rapsangebot aus der alten Ernte kaum bewegt. Franko Niederrhein werden Aufgelder von bis zu 36 €/t für vorderen Raps auf die Matif-Notierung August bezahlt, am Oberrhein und in Hamm sind es rund 30 €/t.
 
An den Getreidemärkten bewegt sich derzeit wenig. Die Mühlen im Westen sind gut versorgt. Für die alte Ernte werden am Niederrhein Briefkurse von 2 €/t über der Matif-Notierung September genannt. Für den September/Dezember liegen die Prämien 3,00 bis 4,00 €/t über der Matif-Dezembernotierung. Umsätze kommen bei fehlendem Mehlgeschäft allerdings kaum zustande. An der Matif wurde der Dezember-Termin nach einem leichten Minus am Mittag mit 186,50 €/t gehandelt. Der September notierte 2,00 €/t niedriger.

Futterweizen: Überschaubares Angebot

In den Veredlungsregionen haben sich die Futterweizenpreise mit den in den Vortagen anziehenden Notierungen etwas befestigt. Für die alte Ernte gibt es nur kleineren Anschlussbedarf, aber auch das Angebot ist überschaubar. Die Briefkurse frachtfrei Südoldenburg lagen für Futterweizen zur Lieferung im Juni/1.H.Juli zwischen 182,00 und 183,00 €/t. Der holländische Konsum will für vorderen Futterweizen nur noch 177 €/t anlegen. (St) 
stats