Trockenheit

Marokko braucht Weizen

Marokko wird 2016/17 voraussichtlich 5,5 Mio. t Weizen importieren. Um 0,5 Mio. t gegenüber der bisherigen Schätzung hat die Außenstelle des US-Agrarministeriums USDA in Rabat die voraussichtliche Importmenge nach oben gesetzt. Als Indiz werten die Marktbeobachter die hohe Frequenz von Importausschreibungen.

Weizenvorräte schrumpfen

Zwei Gründe für den hohen Bedarf nennen die Amerikaner. Erstens sind die Weizenvorräte so geschrumpft, dass sie nach Kalkulationen der marokkanischen Regierung nur bis Ende Februar reichen. Zweitens vergrößert sich die Nervosität, weil sich in Marokko jetzt schon für die Ernte 2017 Verzögerungen abzeichnen. Denn die Aussaat war Ende Dezember noch nicht abgeschlossen, nachdem es in Marokko nicht ausreichend geregnet hat.

Bereits die Ernte 2016 war wegen einer als „dramatisch" eingestuften Trockenheit auf unter 2,8 Mio. t gefallen. Allerdings konnten aus einer sehr hohen Weizenernte im Jahr 2015 von rund 8,0 Mio. t einige Vorräte in die Saison 2016/17 mitgenommen werden. Den marokkanischen Inlandsbedarf 2016/17 schätzt das USDA-Büro auf 10,1 Mio. t Weizen.

Weichweizen aus Europa, Durum aus Kanada

Üblich sind in Marokko Weizenimporte um die 4,0 Mio. t. Hauptlieferanten sind Frankreich, Kanada und die Ukraine. In der Regel liefern die EU-Länder und die Ukraine Weichweizen, wogegen die meisten Durum-Importe aus Kanada stammen. (db)
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