Rückwärtsgang

Marokko braucht weniger Importweizen


Das Königreich wird 2012/13 statt ursprünglich geschätzter 4 Mio. t Weizen nur noch 3,3 Mio. t Weichweizen und Durum importieren. Das schätzt das Außenbüro des US-Agrarministeriums USDA in Rabat in einem kürzlich veröffentlichten Bericht. Die USDA-Mitarbeiter begründen die Korrektur mit einer besseren inländischen Erfassung von Weizen. Außerdem hätten die international hohen Preise die Nachfrage gedrosselt.

Im kommenden Wirtschaftsjahr 2013/14 sollen die Einfuhren von Weizen weiter schrumpfen. Das USDA sieht sie bei 2,7 Mio. t. Die inländische Produktion von Weizen soll um knapp 2 Mio. t gegenüber Vorjahr auf 5,9 Mio. t (Weichweizen und Durum) anziehen, heißt es weiter in dem Bericht. Die gesamte Getreideproduktion (Weizen und Gerste) sieht das USDA vor Ort bei 7,9 Mio. t nach 5 Mio. t 2012/13. Die Witterungsverhältnisse seien aktuell vorteilhaft.

Nach Angaben des USDA ist Frankreich weiterhin der größte Lieferant für Weichweizen in Richtung Marokko. Allerdings hätten die Franzosen Marktanteile an die Ukraine abgeben müssen. Den Bedarf an Durum deckte in diesem Wirtschaftsjahr bislang Kanada. (pio)
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