Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Mais legt stetig zu

Weizen: Kleinere Gewinnmitnahmen ließen die Gewinne bei den Weizen-Futures an der Matif wieder schmelzen. Der September schloss mit einem leichten Minus, der Dezember legt 0,50 €/t auf knapp 187 €/t zu. Wenig Abgabebereitschaft der europäischen Landwirtschaft und etwas festere Vorgaben aus Chicago unterstützten den Terminmarkt. Die europäische Weizenernte kommt weitgehend gute herein, allenfalls vereinzelte regionale Proteinprobleme trüben das Bild etwas.
 
In Chicago schließen die Weizennotierungen im Umfeld von festen Mais und Sojabohnen ebenfalls etwas höher als am Vortag. Der September legt 3,4 Cent/bushel zu und schließt bei 5,10 US-$/bushel.
 
Russland will nach Aussagen aus dem Agrarministerium in zwei Wochen mit der Überarbeitung der derzeitigen Export-Steuern für Getreide beginnen. Indien hat am Wochenende wie angekündigt eine Importsteuer für Weizen von 10 Prozent implementiert. Kasachstan wird laut dem USDA-Büro vor Ort eine Weizenernte von 12,8 Mio. t und damit etwas niedriger einfahren. UkrAgroConsult taxiert die Weizenernte in Kasachstan allerdings derzeit noch auf 13,5 Mio. t.
 
Mais: Die Chicagoer Börse notierte die vorderen Termine bis zu 3,2 Cent/bushel fester. Der Markt geht davon aus, dass das USDA in seinen neuen Report am Mittwoch dieser Woche die US-Maisernte nach unten korrigiert. Die Analysten erwarten im Schnitt nur Durchschnittserträge von 164,5 bushel/acre, des USDA hatte im Juli noch 166,8  bushel/acre geschätzt.
 
An der Matif setzte Mais mit vier festeren Tagen seine stetige Aufwärtsbewegung fort.  Der November notiert 1,50 € fester und schließt bei 183,50 die €/t. Seit Monatsanfang hat der November knapp 10 €/t gutgemacht. Das französische Getreideamt AgriMer korrigierte die Bonitierung der Maisernte etwas nach unten. Nur 58 Prozent der Bestände stehen gut oder exzellent. Im Vorjahr hatte dieser Wert für Frankreich noch bei 85 Prozent gelegen. (St)
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