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Weizen_27.06.2017.pdf
Wurden zuvor Widerstandslinien mühelos überwunden, waren diese als Unterstützungen genauso durchlässig. In Folge dessen konnte das Tempo des Aufwärtsschwungs nicht halten und die Kurse sackten wieder unter 174,00 €/t und 172,00 €/t.

Viel Rauch um Nichts?

Auf dem steilen Weg nach oben wurden dabei zwei kleinere Kurslücken bei 174,25 €/t – 173,50 €/t und 171,25 €/t – 170,25 €/t hinterlassen. Erstere wurde wie avisiert mustergültig geschlossen, die zweite steht unmittelbar bevor. Hierbei handelt es sich um die erwartete Zwischenkorrektur, die am positiven Ausblick für den Weizen vorerst nichts ändert. Diese sollte jedoch nicht tiefer als 170,25 €/t laufen, ansonsten wird auch der kleine Aufwärtstrend seit Mai gebrochen und rückt die tiefer liegende Unterstützung bei 168,00 €/t auf den Plan.

Mittelfristig immer noch im Aufwärtskanal

Das lange Chartbild unterstützt die Einschätzung, seit Frühjahr 2016 bewegt sich der Kontrakt in einem breiten Aufwärtstrendkanal. Nur eine Rückkehr unter 168,00 €/t bzw. 166,50 €/t beendet alle positiven Avancen auf weitere Kursgewinne und würde den Blick wieder in Richtung 162,00 €/t bzw. 159,50 €/t und gegebenenfalls 157,00 €/t richten.

Fazit: Oberhalb von 170,25 €/t besteht in Folge des Gap-Closings die Chance, die Levels von 172,00 €/t bzw. 174,00 €/t zurück zu erobern.

Bernd Hansen, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen. Wöchentliche Chartanalysen der hiesigen Weizen- und Rapsmärkte, sowie der US-Märkte für Weizen, Corn und Soja finden Sie im Netz.
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