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Ganzseitiges Foto.pdfVor 5 Wochen wurde der meistgehandelte Weizenkontrakt am horizontalen, aus den Jahren 2013, 2014 und 2015 stammenden, Widerstandsbereich zwischen 182,50 und 186,75 €/t durch USDA-Zahlen gebremst. Mit Kursen unter 179,00 €/t wechselte die Börsenampel mit Blick auf tiefer liegende Unterstützungen von Grün auf Gelb. Aufkeimendes Kaufinteresse wurde ein aufs andere Mal im Keim erstickt. Erneut überraschte die USDA am vergangenen Donnerstag die Marktteilnehmer mit über den Markterwartungen liegenden Ertragsschätzungen. Damit konnte dann auch der Hoffnungsbereich 162,25 €/t nicht mehr halten.

Kurse unter 162,00 €/t rücken tiefergelegene Unterstützungen in den Fokus

Zwar bot 162,25 €/t kurzfristig den Boden, um Käufe auf 164,75 €/t auszulösen, jedoch wurde der wichtige Widerstand 165,50 €/t nicht überschritten. Damit wurde schnell deutlich, dass die Chance für eine nennenswerte Gegenbewegung mit anschließendem Unterschreiten der 162,25 €/t vom Tisch und damit die Tür für neue Tiefs um und unter 160 €/t geöffnet war. 

 
In der aktuellen völlig intakten Abwärtsbewegung liegen die nächsten Unterstützungen nun im Bereich 158,00 und 156,25 €/t, wo eine mehrjährige aus den Jahren 2005 und 2010 stammende Trendline Unterstützung bieten sollte. Bricht auch diese Unterstützung, dürften weitere Kursverluste bis 150,00 €/t folgen. Aufgrund der erheblich überverkauften Situation ist aus dem aktuellen Bereich, mit überraschenden und erheblichen Gegenbewegungen aufwärts zu rechnen, aber nur das Überschreiten der 162,25 und in Folge 165,50 €/t bestätigt ein mögliches Ende der dynamischen Abverkäufe. Fazit: Abwärtsbewegung völlig intakt. Erhebliche Unterstützung um 156,25 €/t.

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Iro Betz, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen. Wöchentliche Chartanalysen der hiesigen Weizen- und Rapsmärkte, sowie der US-Märkte für Weizen, Corn und Soja.
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