--
13122016_Weizen.pdf Im November sah noch alles danach aus, als ob der Weizen den langen Abwärtstrendkanal verlassen könnte. Doch am gebildeten Doppeltop bei 171,75/172,00 €/t war der Ausbruchsversuch schon wieder beendet. Die sich anschließende Korrekturbewegung führte zurück in den Kanal und kam erst bei 162,00 €/t zum stoppen. Damit ist zunächst eine Bodenbildung geglückt und die Chance auf einen neuen Anlauf gegeben. Diese Unter-stützungsmarke bildet dafür eine gute Ausgangsbasis.

Widerstand im Visier – aber nur, wenn sich Schwungkraft entwickeln kann

Allerdings: Der etwas zaghafte Versuch einer Gegenbewegung nach dem Abpraller an der 162,00er Unterstützung verhungert bereits nach vier aufeinander folgenden positiven Kerzen. Für einen anvisierten Ausbruch aus dem Abwärtstrend muss der Kreuzungswiderstand bei 167,00 €/t überwunden werden. Erst dann kann das vorherrschende negative Bild wieder neutralisiert und das Doppeltop ins Visier genommen werden. Derzeit fehlt es dem Weizen jedoch an der dafür erforderlichen Dynamik. Der Kurs schlingert auf der Suche nach einer Richtung etwas lustlos im charttechnischen Niemandsland.

Solange dieses Niveau nicht zurück erobert wird bleibt die Stimmung eingetrübt und ein Backtest der Unterstützungen bleibt nicht ausgeschlossen. Ein Rückfall sollte bei 162,00€/t bzw. 161,00€/t zum Stoppen kommen, sonst droht Ungemach. Ein Bruch der o.g. Unterstützungen lenkt den Fokus auf die Zone 155,25 €/t bzw. übergeordnet 147,77 €/t.

Fazit: Die Chance auf eine Gegenbewegung wurde gewahrt. Aber es bleibt dabei, dass dem Weizen nachhaltig nur höhere Kurse aus der misslichen technischen Situation helfen werden.

--


Bernd Hansen, Bremer Landesbank,
Spezialist für technische Analysen
stats