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15.11.2016_Weizen.pdfDer Blick auf das lange Chartbild zeigt einen immerhin seit Juli 2015 bestehenden intakten Abwärtstrendkanal. Die zaghaften Ausbruchsversuche des Weizenkontraktes seit Sommer dieses Jahres waren nur von kurzer Dauer geprägt. Spätestens nach drei Handelstagen tauchte der Kurs wieder in den Kanal ab, um danach weiter abzusacken. Nach dem letzten Versuch Ende Oktober gestaltete sich die anschließende Korrektur noch recht moderat, der Kurs konnte sich vorerst oberhalb von 160,00 €/t halten und einen kleinen Boden bilden.

Gelingt dem Kontrakt ein Ausbruch aus dem Abwärtstrend?

Aktuell oszilliert er um die 162,00 €/t und bewegt sich vorsichtig in kleinen Trippelschritten wieder auf den langen Abwärtskanal bei 162,50 €/t zu. Ohne Zunahme der Dynamik ist ein Überwinden dieser Hürde nur schwer vorstellbar. Unterstützung dabei erfährt der Weizen aus einem herausgebildeten Aufwärtskanals. Beide Trends treffen in den nächsten zwei Wochen aufeinander, damit wird sich einer der beiden erledigen und das gegenwärtig neutrale Szenario beenden.

Auch bei Fortsetzung des Aufwärtstrends kann man sich erst oberhalb von 163,00 €/t ernsthaft mit höheren Kursen auseinandersetzen. Bei einem nachhaltigen Überwinden wird der Markt dann die Widerstände bei 167,25 €/t und 169,25 €/t anpeilen.
Sollte der Erholungsversuch erneut scheitern trüben Kurse unter 160,00€/t bzw. 159,75€/t das Bild weiter ein. Der Blick der Marktteilnehmer richtet sich dann erneut auf die Unterstützungen zwischen 156,50 und 157,25 €/t, Kurse darunter und unter 155,25 würden dann den Blick auf 147,75 €/t eröffnen.

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Bernd Hansen, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen
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