Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen fällt weiter ab

Weizen: Der morgen auslaufende Dezember-Kontrakt verstärkte den Druck auf die Weizen-Futures an der Matif. Der Frontmonat verlor 3 €/t und fiel auf unter 169 €/t. Auch der März gibt knapp 3 €/t nach und fiel auf 176,5 €/t. Verstärkt wurde die schwache Tendenz durch den festen Euro gegen den Dollar. Heute Morgen bewegt sich der Eurokurs wieder über 1,09 US-$.
 
Auch fehlende neue Exportsignale drückten auf die europäischen Weizenkurse. Frankreich hat nach den offiziellen Zoll-Daten bis Oktober zwar nur 1 Prozent weniger Weizen als im Vorjahr exportiert, sieht sich aber mit einer 9 Prozent größeren Weizenernte konfrontiert. Ein neuer Weizentender Algeriens könnte kurzfristig neuen  Schwung in den Weizenexport bringen.
 
In Chicago sorgten Positionsbereinigungen vor dem heutigen USDA-Report für leichte Kurskorrekturen für die späteren Termine. Der März notierte mit 4,81 US-$/bushel nur wenig verändert. Die Akteure gehen davon aus, dass das USDA heute die US-Weizenbestände etwas nach oben korrigieren wird.
 
Für Australien hat Abares die Exporterwartungen für diese Kampagne um 580.000 t auf  17 Mio. t gestutzt. Eine kleinere australische Weizenproduktion, der scharfe Wettbewerb mit der EU und der Schwarzmeerregion sowie Probleme mit den Proteinwerten sind der Hintergrund.
 
Die designierte argentinische Außenministerin Malcorra hat sich den Ausbau des Weizenhandels mit dem Iran auf die Agenda geschrieben. China hat in diesem Jahr nach offiziellen statistischen Zahlen eine Weizenernte von 130 Mio. t eingefahren. Sie übersteigt das Vorjahresergebnis um 4 Mio. t.   
 
Mais: Technische Kursgewinne durch Spreads von Mais gegen Soja ließen die Maisnotierungen in Chicago gut behauptet schließen. Der März notierte bei 3,73 US-$/bushel. Vom heutigen Wasde-Report erwarten die meisten Analysten eine Anhebung der US-Endbestände aufgrund niedrigerer Exporte und verhaltener Nachfrage aus dem Inland. Die bisherigen Maisexporte der USA liegen 25 Prozent hinter den vergleichbaren Vorjahreswerten.
 
Der Maisexport aus Brasilien boomt dagegen. Im November konnte Brasilien 4,9 Mio. t Mais ausführen. Das USDA taxiert die brasilianischen Maisexporte aus der Ernte der Saison 2014/15 mit 31 Mio. t und erwartet für die neue Ernte einen Maisexport Brasiliens von 25 Mio. t.
 
Laut Statistik hat China mit 224,6 Mio. t eine sehr gute Maisernte eingefahren, die das Vorjahresergebnis um 4 Prozent toppt. Die chinesischen Zahlen decken sich mit der USDA-Schätzung.
 
An der Matif setzte der schwache Weizen die Maisnotierungen unter Druck. Die drei vorderen Termine verloren 1,75 €/t. Der Januar fiel auf 163,50 €/t. (St)
 
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