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Neuer Kontrakt – gleiches Bild: Die knackige Sommerkorrektur von 325 Tics innerhalb von nicht einmal zwei Monaten hat den Weizen aus dem langen Aufwärtstrend gedrückt. Erst an der wichtigen Unterstützung von 156,50 €/t deutete sich eine kleine Trendumkehr an. Die anschließende Gegenbewegung hatte sogar den Versuch eines Ausbruchs aus dem Abwärtskanal zur Folge. Doch schon bei 163 €/t war dieser beendet, die dafür nötige Kraft war (noch) nicht nachhaltig genug.

Definitiv eine verpasste Chance: Das Scheitern an der Trendlinie aus 2005/2010 und der erneute Rückfall in den Kanal stellt einen klassischen Backtest dar, somit wird der weiterhin intakte Abwärtstrend bestätigt.

Hoffnung auf Bodenbildung

Ein kleiner Hoffnungsschimmer bleibt, denn sowohl die Länge als auch die Steilheit der Bewegung lassen berechtigte Hoffnungen auf ein Nachlassen der Dynamik aufkommen und zumindest eine Konsolidierung erwarten. Zwingende Voraussetzung dafür ist die nachhaltige Verteidigung der wichtigen Unterstützung bei 156,50 €/t, denn ein Unterschreiten aktiviert tiefer liegende Bereiche bis 152 €/t.

Fazit: Für eine Trendwende muss bei 161 €/t der Abwärtskanal verlassen und bei 163,50 €/t der langfristige Trend aus 2005/2010 zurückerobert werden, um eine länger anhaltende Gegenbewegung in Richtung 167,50 €/t zu ermöglichen. Die erste Gelegenheit wurde bislang verpasst.

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Bernd Hansen, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen. Wöchentliche Chartanalysen der hiesigen Weizen- und Rapsmärkte, sowie der US-Märkte für Weizen, Corn und Soja.
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