-- , Chart: Bremer Landesbank
Chart_Matif_Weizen

Um die derzeitige charttechnische Situation bei EU-Weizen besser zu verstehen, hilft ein Blick auf die langjährige Kursentwicklung der vergangenen zehn Jahre. Beginnend im Jahr 2005, bestätigt im Jahr 2010, ist der Weizen derzeit durch eine bei circa 150 €/t verlaufende, leicht aufwärts gerichtete, langjährige Trendgerade unterstützt.

Mehr Durchblick
Ab sofort beobachten Marktexperten auf agrarzeitung|online regelmäßig die Kursentwicklung der wichtigsten Agrarrohstoffe in Chartanalysen. Wöchentlich stehen Ihnen Analysen zu der Marktentwicklung bei Weizen an der Matif in Paris sowie bei Mais und Weizen an der Chicago Board of Trade (CBoT) in Chicago zur Verfügung. Im 14-tägigen Rhythmus analysieren Marktexperten die Kursentwicklung der Rapssaat in Paris und der Sojabohne in Chicago. (az)
Auf kürzerer Zeitebene betrachtet, befindet sich der Weizenkurs jedoch in völlig intakten mittel- und kurzfristigen Abwärtstrends. Lauert nach dem Tief von 145,25 €/t aus Februar dieses Jahres nun noch ein weiteres Tief unter dem bisherigen auf uns? Aus charttechnischer Sicht ist anzunehmen, dass die Bären ihren übergeordneten Fokus durchaus noch auf 133 €/t gerichtet haben. Dafür müssen sie allerdings einen Sieg über die aktuell wacker kämpfenden Verteidiger der aufwärtsgerichteten Trendlinie bei rund 150 €/t erlangen. Ausgepowerte Bären treffen auf nicht zahlreich vertretene Bullen. Das Ergebnis: Patt!

Für das kurze Zeitfenster halten wir fest: Kann die Marke von 150 €/t in den kommenden Tagen nicht verteidigt werden dürften die nächsten Unterstützungsmarken bei Matif-Weizen im Bereich von 141,50 bis 139,50 €/t, möglicherweise sogar bei 133,50 €/t liegen. Nur Kurse über 159,50 €/t und 163,50 €/t, und damit der Ausbruch aus dem aktuellen Abwärtstrendkanal, würden überraschend das bärische Bild verändern.

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Iro Betz, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen

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