Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen kann sich fangen

Weizen: An der Matif setzte sich nach der schwächeren bzw. knapp behaupteten  Tendenz der Vortage wieder eine etwas freundlichere Stimmung durch. Der Mai legte 2,50 €/t auf knapp 165 €/t zu. Die neue Ernte schloss ebenfalls etwas fester, der Dezember schaffte eine Erholung auf rund 175 €/t. Festere Preise am Kassamarkt und die Abwärtskorrektur der französischen Weizenbestände gaben leichten Auftrieb. Am Hamburger Markt haben sich die Prämien auf die Matif für Weizen Basis 12 % Protein etwas befestigt. Je nach Geld- oder Briefseite lagen sie bei 5,50 bzw. 6,50 €/t über Matif-Mai.
 
Das französische Getreideamt AgriMer korrigiert die französischen Weizenbestände zum Ende der Kampagne um 400.000 t auf 2,6 Mio. t nach unten. Die Exportprognose für Frankreich lässt die Agrarbehörde mit 5 Mio. t Weizen unverändert. Handelskreise vermuten, dass Frankreich durchaus noch ein ‚paar‘ 100.000 t mehr Weizen exportieren könnte.
 
Die Weizenexporte aus der EU laufen zurzeit gebremst. Gegenüber der Vorwoche hat sich der Stand der europäischen Weichweizenexporte zwar um 504.000 t auf 18,8 Mio. t  erhöht, doch nach Berücksichtigung der Korrekturen leiten sich daraus nur neue Exporte von 231.000 t für die Berichtswoche ab. Deutschland hat bisher 4,17 Mio. t Weichweizen exportiert.
 
In Chicago schloss Weizen mit einem etwas schwächeren Unterton. Der Frontmonat Mai notierte mit 4,33 US-$/bushel unverändert. Die weiteren Termine gaben nach kleinen Gewinnmitnahmen etwas nach.
 
Mais: Verzögerungen bei der US-Maisaussaat gaben dem Chicagoer Mais wieder leichten Auftrieb. Der Frontmonat schloss nach einem Plus von 2,4 Cent/bushel mit 3,69 US-$/bushel. In Mittleren Westen behindert nasses Wetter die einsetzende Maisaussaat. Bis Ende April ist den Wettermodellen zufolge keine Änderung des nassen Wetters in Sicht.
 
Mais/Gerste: Der freundlichere Weizenmarkt färbt auch auf die europäischen Mais-Kurse ab. Der Juni legte an der Matif 1,25 €/t auf knapp 171 €/t zu. Die EU-Maisimporte haben in dieser Saison einen Umfang von rund 9 Mio. t erreicht, liegen aber 20 % unter dem Vorjahr. Nach Berücksichtigung der Korrekturen lässt sich aus den Kommissionszahlen ein Maisimport für die Berichtswoche von 260.000 t ableiten.
 
Der Gerstenexport aus der EU läuft nach wie vor auf Sparflamme, obwohl in dieser Woche 120.000 t neue Gerstenexporte vermeldet werden. In der Summe liegt der Gerstenexport  mit 4,1 Mio. t in diesem Wirtschaftsjahr 53 % hinter dem Vorjahr zurück. (St) 
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