Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen kann sich fangen

Weizen: Die Kurse an der Matif lösten sich kurzfristig von den schwachen Vorgaben aus Übersee. Der September verbuchte technische Kursgewinne von 1,75 €/t und notierte knapp unter 146 €/t. Der Dezember legte ebenfalls etwas auf 162 €/t zu. Ein festerer US-Dollarkurs unterstützte zusätzlich.
 
Die EU Kommission hat ihre Prognose für die europäischen Weizenexporte gegenüber dem Vormonat um 4 Mio. t auf 25 Mio. t reduziert. Die Weichweizenernte taxiert die Kommission auf 133,3 Mio. t.
 
In Bulgarien ist die Weizenernte abgeschlossen. Mit 5,3 Mio. t toppt die bulgarische Ernte das Vorjahresergebnis um mehr als 14 Prozent. Russland hat noch einmal bekräftigt, dass es angesichts einer Rekordweizenernte die Exportbesteuerung für Weizen bis Juli 2018 aussetzen wird.
 
Die Abwärtsspirale beim Chicagoer Weizen setzte sich fort. Die Kurse verloren bis zu 7,2 Cent/bushel. Der Frontmonat September standen am stärksten unter Druck, denn ab dem heutigen Mittwoch können Weizen, Mais und Sojabohnen aus dem Dezember- Kontrakt angedient werden.  
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen fielen auf einen neuen Tiefstand seit sieben Jahren. Der September hat die psychologische Marke von nur noch 3 US-$/bushel bereits vor Augen. Der Dezember notierte noch mit 3,16 US-$/bushel. Die anstehende US- Maisernte drückt und viele Farmer verkaufen alterntige Bestände, der sie Platz für die neue Maisernte benötigen. Hinzu kamen Spekulationen, wonach die US-Maisexporte in der laufenden Saison kleiner als die USDA Prognose ausfallen könnten.  
 
An der Matif verloren die vorderen Termine 0,50 €/t. Der November notierte mit 161,50 €/t. Die EU-Kommission korrigierte ihre Schätzung für die europäische Maisernte um 300.000 t auf 65,5 Mio. t etwas nach unten. (St) 
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