Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen kann sich halten

Weizen: In Chicago legten die Weizennotierungen etwas zu und auch die Matif profitierte davon. Der November schloss gut behauptet mit einem leichten Plus. Die Weizenexporte der EU aus der Ernte heraus laufen bereits zügig. In dieser Woche wurden neue Exportlizenzen über 600.000 t Weichweizen gezogen. Frankreich hat anscheinend weiterhin Probleme, aktuelle Exportkontrakte zu bedienen und ist im Baltikum, aber auch in Großbritannien auf der Suche nach höherwertigen Weizenpartien.
 
In Chicago deutet sich für Weizen trotz zwischenzeitlicher Kursverluste eine Bodenbildung ab. Am Vortag notierte Weizen wieder fester und profitierte diesmal von einer niedrigeren Schätzung der kanadischen Weizenernte.
 
Laut Statistics Canada fällt die kanadische Weizenernte in diesem Jahr mit 27,7 Mio. t rund 26 Prozent niedriger als im Vorjahr aus. Allerdings hatte Kanada im Vorjahr eine Rekordernte eingefahren. Die Schätzung fiel fast 800.000 t niedriger aus, als im Markt erwartet wurde. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 209.000 t werden als enttäuschend bewertet.  
 
Mais: Die Chicagoer Börse notierte leichte Kursgewinnen für Mais. Bei Mais scheint es doch die ganz so rosig aussehen, wie die ersten Ergebnisse der Pro Farmer Crop-Tour im Mittleren Westen vermuten lassen. In nördlichen Iowa und Minnesota liegen die Erträge sogar unter Vorjahresniveau. Einzelne Teilnehmer der Tour rechnen kaum mit größeren Durchschnittserträgen als 170 bushel/acre für die US-Maisernte. Die kanadische Maisernte wird nach Schätzungen des von Statistics Canada es mit 11,4 Mio. t 19,5 Prozent kleiner als im Vorjahr ausfallen.
 
An der Matif profitierte Mais von freundlichen Vorgaben vom Weizen und von Chicago. Der November legte 0,50 €/t bei dünnem Handelsvolumen zu. Die Maisimporte der EU haben sich haben erst einmal abgeschwächt, wie sich schon in der Vorwoche ab andeutete. In dieser Woche wurden nur neue Importlizenzen über 84.000 t Mais gezogen. Die Gerstenexporte laufen dagegen recht zügig, es wurden neue Exportlizenzen über 142.000 t gebucht. (St)
 
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