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Vor zwei Wochen unternahm der Weizen-Kontrakt einen Ausbruchsversuch aus dem seit Anfang März bestehenden Abwärtstrend. Mit dem Überwinden und dem anschließenden Back-Test des Kreuzwiderstandes bei 168,00 €/t wurde lehrbuchmäßig eine kräftige Aufwärtsbewegung ausgelöst, die nahezu mühelos weitere Widerstandsmarken bei 172,00 €/t und 174,00 €/t hinter sich lassen konnte.

Kontrakthoch vom Juli 2016 wieder erreicht

Mit Erreichen der 177,50 €/t wurde sogar das alte Verlaufshoch aus Juli 2016 egalisiert. Reicht der Schwung aus, um auch die nächsten Marken bei 182,00 €/t und 186,00 €/t in Angriff zu nehmen? Solange sich diese Bewegung fortsetzt, liegt dieses Szenario im Rahmen des Möglichen. Dabei sollte jedoch nicht außer Acht gelassen werden, dass auf dem steilen Weg nach oben zwei kleinere Kurslücken bei 183,75 bis 174,25 und 170,50 bis 171,25 gebildet wurden – die sich in einer Gegenkorrektur wieder schließen dürften. Dies würde am positiven Ausblick für den Weizen vorerst nichts ändern.

Mittelfristig immer noch im Aufwärtskanal

Das lange Chartbild unterstützt die Einschätzung, seit Frühjahr 2016 bewegt sich der Kontrakt in einem breiten Aufwärtstrendkanal. Nur eine Rückkehr unter 168,00 €/t bzw. 165,50 €/t beendet alle positiven Avancen auf weitere Kursgewinne und würde den Blick wieder in Richtung 162,00 €/t bzw. 159,50 €/t und gegebenenfalls 157,00 €/t richten.
Fazit: Eine Verschnaufpause auf dem Weg nach 182,00 €/t sollte bei dem Tempo einkalkuliert werden.

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Bernd Hansen, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen. Wöchentliche Chartanalysen der hiesigen Weizen- und Rapsmärkte, sowie der US-Märkte für Weizen, Corn und Soja finden Sie hier.
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