Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen notiert volatil


Weizen: Nach einer volatilen Sitzung, in der der Frontmonat in einer Bandbreite von knapp 7 €/t gehandelt wurde, setzten Gewinnmitnahmen die Kurse wieder unter Druck. Der September fällt auf unter 170,50 €/t zurück. Der Dezember gibt nur leicht nach und schließt bei gut 173,0 €/t. Gewinnmitnahmen und Gegenreaktionen auf die vorangegangene zweitägige Rallye dürften die Korrektur eingeleitet haben. Die Aktivitäten waren erneut äußerst lebhaft. Am Freitag oder Montag wurden an der Matif mehr als 8,4 Mio. t Weizen gedreht.
 
Am Hamburger Markt wurden die Kassaprämien nach dem vorangegangenen Kursanstieg reduziert. Die Käufer wollen nur noch 2,50 €/t unter Matif-Dezember für Weizen Basis 12 Prozent Protein anlegen.
 
In Chicago wurden die Futures von der Aussicht auf eine kleinere europäische Weizenernte befeuert. Die Kurse zogen bis zu 8 Cent/bushel für die Termine im neuen Jahr an. Der Dezember notierte mit 4,56 US-$/bushel. Auch die wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 550.000 t könnten etwas gestützt haben. Die Winterweizenernte in den USA ist zu 83 Prozent abgeschlossen. Der Sommerweizen steht trotz einer geringfügigen Korrektur gut, denn 68 Prozent der Bestände werden mit +/++ bonitiert.
 
In Russland sind die Weizenpreise gegenüber der Vorwoche um 3 US-$/t gefallen. Nach einem Bericht von UkrAgroConsult liegt der fob-Preis am Schwarzen Meer für Weizen mit 12,5 Prozent Protein zum Wochenanfang bei 162 US-$/t. Die Ernte in Russland ist weiter als üblich vorangekommen.
 
Tunesien hat 142.000 t Weizen optioneller Herkunft gekauft, der Preis lag bei 177,69 US-$/t auf cif Basis. Syrien schließt einen Weizenkauf von 150.000 t russischen Weizen ab.
 
Mais: Die Chicagoer Notierungen bewegten sich seitwärts und schlossen knapp behauptet. Die ansehnlichen wöchentlichen US-Exportanmeldungen von 1,3 Mio. t stützen. Der Zustand der US-Maisernte ist weiterhin sehr gut und wird wie in der Vorwoche mit 76 Prozent als +/++ ausgewiesen. 79 Prozent der Maisernte befindet sich bereits in der Blütephase und das Wetterrisiko verringert sich zusehends.
 
In Paris schlossen die Mais-Futures durchwachsen. Der Frontmonat verlor etwas und fiel auf knapp 171 €/t. Die neuerntigen Termine legten bis zu 1 €/t zu. Der November notierte  mit 168,0 €/t.
 
In der Ukraine sind die Maisbestände laut offizieller Statistik zum 1. Juli auf 2,2 Mio. t gefallen. Sie liegen damit 24 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. (St) 
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