Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen rudert zurück

Weizen: An der Matif ruderten die Weizennotierungen nach acht festeren Tagen wieder etwas zurück. Der November gab 2,50 €/t nach und schloss bei 160,25 €/t. Ein festerer Euro und Gewinnmitnahmen dürften die schwächeren Tagestendenz ausgelöst haben. Druck kam  auch von der jüngsten Schätzung des französischen Getreideamtes AgriMer auf. Das Getreideamt geht davon aus, dass Frankreich zum Ende der Saison 20114/15 auf Weizenbeständen von 4,4 Mio. t und damit auf den höchsten Weizenbergen seit zehn Jahren sitzen bleibt. Die Prognose des Vormonats wurde aufgrund kleinerer Exportmöglichkeiten und Verbrauchseinschränkungen um 514.000 t nach oben korrigiert.
 
In Chicago konnten sich die Weizennotierungen gut behaupten. Die Rally scheint sich jedoch dem Ende zu nähern, denn die Impulse dürfen diesmal von dem etwas stabileren Mais gekommen sein. Allerdings profitierten die Kurse auch von Technik und überverkauften Futures. Heute Morgen notieren Mais und Weizen an der elektronischen Börse in Chicago mit roten Vorzeichen.  
 
Mais: Die Chicagoer Notierungen schlossen erneut im Plus. Kleinere Shortabdeckungen vor dem morgigen USDA-Report und Spreads gegen Sojabohnen sorgten für leichten Auftrieb. Die Analysten gehen davon aus, dass das USDA morgen den Durchschnittsertrag der US-Maisernte auf 174,7 bushel/acre (September: 171,7 bushel/acre) anheben wird. Die satellitengestützte Auswertungen von Lanworth lassen Erträge von 175,5 bushel/acre erwarten. Der Markt geht im weiteren davon aus, dass das USDA möglicherweise eine Korrektur bei der Aussaatfläche vornimmt. Aufgrund der widrigen Aussaatbedingungen im Frühjahr könnten 1 bis 1,5 Mio. acres weniger in den Boden gekommen sein, wird spekuliert.
 
Gewinnmitnahmen ließen die Maisnotierungen an der Matif schwächer schließen. Der November gab bei einem für Mais lebhaftem Handel 3 €/t nach und notierte bei Börsenschluss mit 160,75 €/t. (St)
 
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