Märkte am Mittag

Matif: Weizen und Raps im Sinkflug


Markttendenz
Die Prognosen für Weizen schwanken. An der Matif geht die Kurskorrektur weiter.
Die Prognosen für die Weizenernte gehen ständig hoch und runter. Derzeit steht die Marke von 45 Mio. t und damit leicht höher als der Deutsche Bauernverband vor Kurzem schätzte. Insgesamt sind Landwirte sehr vorsichtig, derzeit Kontrakte für Weizen abzuschließen. Sie wollen wenigstens einige Partien gedroschen haben, um zu wissen, ob die Witterung der Qualität geschadet hat. Timon Dehner, Geschäftsführer Otto F. Franke bezeichnete heute in Magdeburg beim Seminar der agrarzeitung (az) die Weizenbestände als niedrig. Damit dürfte eine gewisse Preisstabilität vorübergehend einkehren.

Derzeit haben uns die Wettermärkte im Griff, sagte der Makler. Ich sehe die Preise derzeit wegen der angespannten Situation bei Sommerweizen in den USA die Preise nicht fallen. Doch sollte Deutschland eine ordentliche Weizenernte von rund 25 Mio. t einfahren, dürften sich die Notierungen wieder rückwärts bewegen. Dehner will jedoch einen Anstieg zum Frühsommer 2018 nicht ausschließen. Doch bis dahin heißt es, Geduld bewahren. Denn zuerst werden das Baltikum und die Schwarzmeerländer die Kunden in Drittländern bedienen. Für Weizen rät er Landwirten, jetzt zu den Offerten am Hamburger Markt von 180,00 €/t Teilmengen zu kontrahieren. Gerste und Roggen hingegen sind es wert, weggepackt zu werden und zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen.

An der Matif geht die Kurskorrektur nach unten weiter. Der Dezemberweizen gibt um 2,75 auf 184,25 €/t nach. Die Rapskurse sind ebenfalls mit negativem Vorzeichen versehen. Hier pendelt sich der Frontmonat August auf 368,00 €/t ein. (da)
stats