Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen verliert erneut

Weizen: Die Weizenkurse an der Matif standen erneut unter Druck, vor allem für den Frontmonat. Der März fiel im Zuge von Positionsbereinigungen auf 143,50 €/t. Die offenen Positionen für März bauen sich zurzeit stark ab, denn am Donnerstag nächster Woche wechselt der Frontmonat. Der Mai-Kontrakt notierte mit 152,50 €/t ebenfalls etwas schwächer.
 
In Chicago gewann Weizen mit Shortabdeckungen und etwas fob-Geschäft in den USA. Der Mai legte 4,2 Cent/bushel auf 4,50 US-$/bushel zu. Die Fonds sitzen auf den höchsten Shortpositionen seit Mai 2015 und steckten Gewinne aus ihren Wetten auf fallende Weizennotierungen ein. Fundamental ändert sich bei dem sehr großen globalen Weizenangebot nichts und es ist noch keine Bodenbildung in Sicht.  
 
Ägypten hat einen Weizenkauf über 180.000 t mit einem Durchschnittspreis von 184,71 US-$/t auf cif-Basis getätigt. Rumänien wird davon 120.000 t beisteuern. Der Rest kommt aus der Ukraine, die mit einem fob-Preis von 176,50 US-$/t der billigste Anbieter war. Aus Frankreich gab es keine Offerten, da sich die französischen Anbieter aufgrund möglicher Mutterkorn-Probleme zurückhalten. Agenturberichten zufolge wird Bunge die kürzlich von Ägypten abgewiesene Schiffspartie mit Weizen nach Spanien umdisponieren.
 
Mais: Technische Einflüsse aufgrund eines überverkauften Marktes und die etwas höheren Weizen-Notierungen ließen den Chicagoer Mais gut behauptet schließen. Der Mai notierte mit 3,56 US-$/bushel.
 
An der Matif konnte sich Mais etwas erholen. Der Juni-Termin legte 1 €/t auf knapp 152 €/t zu. Erzeugerorganisationen erwarten für Frankreich in diesem Jahr aufgrund der niedrigen Maispreise einen Rückgang der Maisfläche um 6 Prozent.
 
Informa rechnet für Brasilien mit einer Maisernte von 82,5 Mio. t und hat seine
vorangegangene Prognose um 900.000 t angehoben. Für Argentinien geht das US-Analystenhaus von einer Maisernte von 27 Mio. t aus und korrigierte die vorherige Schätzung um 1 Mio. t nach oben. (St)
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