Märkte am Morgen: Getreide

Matif-Weizen verliert wieder

Weizen: Für eine nachhaltige freundlichere Tendenz beim europäischen Weizen fehlt  nach wie vor die Grundlage. Schwächere Vorgaben aus Chicago und Druck am französischen Weizenmarkt ließen die Matif-Notierungen wieder mit roten Vorzeichen schließen. Die beiden vorderen Termine gaben 2,50 €/t nach. Der Weizen-Future für März fiel auf rund 168 €/t. Vom Devisenmarkt kommen zurzeit keine Impulse, denn auch heute Morgen notiert der Euro gegen den US-Dollar wie an den Vortagen knapp unter 1,09 $.
 
Für Frankreich hat das Getreideamt AgriMer seine Prognose für die französischen Weizenbestände zum Ende der Saison um 563.000 t auf 5,8 Mio. t angehoben. Die Schätzung für die Weizenexporte wurde um 200.000 t auf 11,3 Mio. t nach unten korrigiert. Damit würde der französische Weizenexport trotz der Rekordernte allenfalls die Werte des Vorjahres erreichen. Der Weizenabsatz in die EU wird nach der Schätzung von AgriMehr mit 7 Mio. t voraussichtlich 11 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurückbleiben.
 
In Chicago ließen Gewinnmitnahmen die anfänglichen Notizgewinne wieder schmelzen.  Die Kurse für die beiden vorderen Termine gaben 3,6 Cent/bushel nach. Der März schloss mit 4,78 US-$/bushel. Die komfortable Weizenversorgung in den USA und rund um den Globus machte die kleinere diesjährige US-Winterweizenfläche schnell vergessen.
 
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen profitierten noch von Nachwirkungen des USDA-Reports, in dem die US-Maisernte und die globale Maisernte nach unten korrigiert wurden. Die Notizgewinne blieben bei gut behaupten Kursen überschaubar.
 
An der Matif klinkte sich Mais in den schwachem Weizen ein und verlor für die beiden vorderen Termine 1,75 €/t. Der März notierte knapp unter 158 €/t. (St) 
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