-- , Chart: (c) Bloomberg; Bearbeitung Bremer Landesbank
Chart_Weizen_Matif

Weiterhin präsentiert sich der EU-Weizenmarkt in leicht verbesserter Stimmung. Natürlich ist es unter fundamentalen Aspekten ratsam, die Gefahr fallender Kurse im Auge zu behalten. Und auch weiterhin liegt das Augenmerk für dieses Gefahrenelement bei 159 €/t. Mit Überschreiten der 165,75 €/t hatten wir dann aber unsere kurzfristigen Antennen auf potentiell steigende Kurse gerichtet. Erste Zielbereiche um 173,75 €/t wurden in der Folge realisiert.

Möglicher Bruch des Abwärtstrends

Wie in der vergangenen Woche geschildert, bleibt es bei der spannenden Frage, ob EU-Weizen die Marke von 173,75 €/t nachhaltig überschreiten kann. Nächster Widerstand wäre dann zunächst „nur“ 177 €/t. Viel interessanter aber ist die Implikation, dass mit Überschreiten der 173,75 €/t perspektivisch auch die 188 €/t, und damit ein möglicher Bruch des Abwärtstrends in Betracht gezogen werden dürften.

Aufgrund der hohen Tragweite der eher unscheinbar erscheinenden 173,75 €/t war und ist in der aktuellen Preisregion mit nennenswertem Widerstand zu rechnen. Nichts anderes haben wir in der abgelaufenen Berichtswoche erlebt. Auffällig ist aber auch, dass der fundamental eher kursbelastende Bericht des US-Agrarministeriums am vergangenen Freitag die Weizenpreise nicht unter 167,50 €/t drücken konnte.

Kurzfristig gilt wie in der Vorwoche: Sofern die 173,75 €/t erobert werden kann, dürfte sich EU-Weizen an die 177 €/t und den bei circa 180 €/t verlaufenden Abwärtstrendkanal herantasten. Nur Kurse unter 164,25 €/t neutralisieren die leicht aufgehellte charttechnische Situation. Den Stop/Loss für „Long“-Positionen belassen wir auf dem Niveau der Vorwoche bei 163,50 €/t.

Fazit: Noch seitwärts, aber auf Katzenpfoten weiterhin leicht positiver Grundton.

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Iro Betz, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen
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