-- , Chart: (c) Bloomberg; Bearbeitung Bremer Landesbank
Chart_Matif_Weizen

Da können die fundamentalen Fakten noch so schwer auf dem Weizenmarkt an der Matif lasten: In sehr zaghaften, kleinen Schritten hat sich das charttechnische Bild im EU-Weizen Stück für Stück aufgehellt. Übergeordnet ist zwar alles noch beim Alten, aber es wäre nicht klug, die kleinen Signale am EU-Weizenmarkt zu ignorieren.

Im „großen“ Bild muss auf der Unterseite nach wie vor zwingend auf die 159 €/t geachtet werden. Kurse darunter öffnen umgehend die Tür für weiter fallende Preise Richtung 150 €/t, gegebenenfalls auch tiefer.
Interessant ist jedoch die Oberseite: Solange wir das Niveau von 163,50 €/t nicht unterschreiten, dürfte in den kommenden Tagen der Marke von 170,50 €/t als Widerstandzone besondere Bedeutung zukommen. Kurse darüber, und in der Folge über 172 €/t, könnten Anschlusskäufe mit übergeordnetem Ziel um 180 €/t auslösen. Positiv zu werten ist in jedem Fall, dass Weizen die mehrfach avisierte Marke von 165,75 €/t überwinden konnte.

Leicht positive Tendenz

Wohin die Reise geht ist noch nicht zweifelsfrei erkennbar. Ein Blick auf den Chart und in die Vergangenheit zeigt jedoch: Nur ein Unterschreiten der 163,50 €/t würde die leicht verbesserte Ausgangslage oberhalb der 165,75 €/t wieder eintrüben können. Damit haben wir das Risiko (Stop/Loss) für Engagements klar definiert. Schauen wir also, ob der EU-Weizenmarkt uns in den kommenden Tagen positiv überraschen kann.
 
Fazit: Neutrale Zone oberhalb der 165,75 €/t zaghaft mit leicht positiver Tendenz verlassen.

--


Iro Betz, Bremer Landesbank, Spezialist für technische Analysen
stats