Qualitätsanpassung

Matif ändert Weizenkriterien

Die Euronext  hat heute bekannt gegeben, dass sie die Qualitätskriterien für den Weizenkontrakt ändern wird, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Künftig muss Weizen, der an der Euronext (Matif) gehandelt wird, mindestens einen Proteingehalt von 11 Prozent, eine Fallzahl von 220 Sekunden nach Hagberg und ein Mindest-Hektolitergewicht von 76 kg aufweisen. Die neuen Bedingungen betreffen alle Termine ab dem September-Kontrakt 2017.

Nach einem Statement der Euronext bringt die Neuregelung Transparenz und  Stabilität in den Weizenkontrakt. Damit biete die Matif einen "unanfechtbaren Referenzpreis für die europäische Getreidewirtschaft", so die Börse. Notwendig wurde die Änderung durch die Probleme der diesjährigen Weizenernte in Frankreich. Dort werden den Lagerhaltern auch schwächere Weizenpartien aus dem Matif-Kontrakt angedient, die sich nur bedingt für Exporte als Mahlweizen eignen. 

Die Änderung der Kontraktspezifikationen ist an Warenterminbörsen nur langfristig zu Lieferterminen möglich, die sich noch nicht im Handel befinden. Deswegen greift die Änpassung erst zur Ernte 2017. (St)
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