Märkte am Morgen: Getreide

Matif etwas freundlicher

Weizen: An der Matif halten die Weizennotierungen ihre Seitwärtstendenz. Diesmal ging es nach einem Plus von 0,75 €/t für den Dezember leicht nach oben auf knapp 162 €/t. Die Aktivitäten bleiben gegenüber anderen Jahren aufgrund der kleinen französischen Ernte unterdurchschnittlich. Der europäische Weizen-Kontrakt der CME gab 0,50 €/t nach und der Dezember schloss bei äußerst kleinem Handel mit 163,25 € t.
 
Am Hamburger Markt bewegten sich die Kassa-Prämien nicht. Je nach Geld- oder Briefseite lagen sie für Weizen Basis 12 % zur Lieferung Oktober bei 0,50 bzw. 1,50 €/t über Matif-Dezember. Die Exportaussichten für den deutschen Weizen sind mager, denn die fob-Preise werden von Polen und vom Baltikum unterboten. Allerdings sollen französische Exporteure zwei Schiffsladungen deutschen Weizen für Eindeckungen geordert haben.
 
Die europäischen Weizenexporte laufen stetig. In dieser Woche wurden neue Exportlizenzen über 469.000 t vergeben. In der Summe haben sie sich in diesem Wirtschaftsjahr auf fast 6,4 Mio. t addiert und liegen damit 1,1 Mio. t über dem Vorjahreswert.
 
In Chicago notierte Weizen etwas schwächer. Der Dezember fiel auf knapp 4 US-$/bushel €/t. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 571.000 t waren neutral.
 
Der IGC hebt seine Schätzung für die globale Weizenernte um 11 Mio. t auf einen neuen Rekord von 747 Mio. t an. Mit der größeren Ernte wachsen die globalen Weizenbestände gegenüber dem Vorjahr um 13 Mio. t auf 231 Mio. t an.
  
Mais: Die Chicagoer Maisnotierungen schlossen neutral. Der Dezember notierte mit 3,29 € US-$/bushel unverändert wie am Vortag. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 575.000 t werden als enttäuschend bewertet. Heute legt das USDA seinen  Quartalsreport über die US-Getreidebestände vor, die für Mais zugleich die Endbestände aus der vorangegangenen Kampagne sind. Der Markt rechnet gegenüber dem Wasde- Report vom September mit einer Abwärtskorrektur von 965.000 t auf US-Endbestände von 44,6 Mio. t Mais.
 
Mais/Gerste:  An der Matif legte Mais wieder etwas zu. Der November schloss nach einem kleinen Plus bei 160,50 €/t bei etwas lebhafteren Geschäft. Mit dem Einsetzen der europäischen Maisernte reduziert sich der Importbedarf an Drittlandsmais erst einmal. In dieser Woche wurden nur neue Importlizenzen für Mais von 75.000 t gezogen.
 
Der Gerstenexport aus der EU läuft nach wie vor äußerst schleppend. Es wurden gerade einmal 9.000 t neue Exportlizenzen vergeben, die sich damit auf nicht einmal 1,2 Mio. t in dieser Kampagne summiert haben. (St) 
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