Märkte am Morgen: Getreide

Matif gewinnt mit festem Dollar

Weizen: Der europäische Weizenmarkt profitierte von einem schwächeren Euro. Der Dezember-Weizenkurs an der Matif legte 0,75 €/t auf 161,50 €/t zu. Der März notierte mit 167,25 €/t unverändert. Die Kursgewinne des europäischen CME-Kontrakten von 2,75 €/t für Dezember-Future dürften von Technik beeinflusst sein, zumal sich der Schlusskurs von 174,75 €/t erheblich vom der Matif abhebt.  Im Gegensatz zur Matif bleiben die Aktivitäten der CME-Futures allerdings äußerst bescheiden. Der US-Dollar bleibt fest und der Euro notiert heute Morgen mit 1,09 € gegen den US-Dollar.
 
Die europäischen Weizenexporte haben in der Berichtswoche an Schwung verloren. Es wurden nur 209.000 neue Exportlizenzen für Weichweizen gezogen. Sie haben sich damit auf knapp 8,4 Mio. t (Vorjahr: 7,6 Mio. t) addiert. Der festere US-Dollar dürfte die Exportaussichten allerdings etwas beflügeln, auch wenn aus Frankreich durch die kleine Ernte Impulse fehlen.
 
In den USA fielen die wöchentlichen Exportzahlen mit knapp 770.000 t weitaus besser als erwartet aus. Die ansehnlichen Zahlen konnten die schwache Stimmung an Chicagoer Börse nicht drehen. Der Dezember verlor nach Wetten der Fonds auf  fallende Preise weitere 2 Cent/bushel und schloss mit 4,05 US-$/bushel.
 
In Australien verzögert schlechtes Wetter die Weizenernte. Im Osten ist es zu nass, im Westen hat der Frosteinbruch vor zwei Wochen große Teile der Ernte geschädigt. Für Westaustralien wird weiterhin ein Totalverlust von 15 % der dortigen Weizenernte genannt.
 
Mais: Feste Sojabohnen stabilisierten den Chicagoer Mais. Der Dezember legte 2,6 Cent/bushel auf 3,43 US-$/bushel zu. Die wöchentlichen US-Exportzahlen von 1,2 Mio. t Mais lagen im Rahmen der Erwartungen. Zusätzlich wurde der Markt durch gesunkene Ethanol-Bestände in den USA gestützt.
 
Für Brasilien geht das Getreideamt Conab von einer kommenden Maisernte von 83,1 bis 84,6 Mio. t aus. Dies wäre wieder eine gute Maisernte nach dem schwachen Vorjahr, in dem die Brasilianer nur 67 Mio. t Mais geerntet hatten. Für die Ukraine hob das USDA seine Ernteschätzung der Maisernte  um 1 Mio. t auf 38,1 Mio. t (Vorjahr 33,4 Mio. t) an.
 
Mais/Gerste: An der Matif konnten sich die Maisnotierungen behaupten. Die vorderen Termine legten 0,50 €/t zu, der Januar notierte mit 162,25 €/t. Die Importnachfrage nach Mais hat sich in dieser Woche abgeschwächt. Es wurden gerade einmal 57.000 t neue Importlizenzen für Mais erteilt. Der Gerstenexport aus der EU liegt brach, es wurden keine neuen Exportlizenzen beantragt. (St)
 
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