Märkte am Mittag

Matif startet schwach in die Woche

Markttendenz
Die Landwirte in Niedersachsen pokern trotz schlechter Karten weiter. Die Verarbeiter signalisieren keinerlei Kaufbereitschaft, nehmen günstig angebotene Ware aber dankend auf.
Die Matif startet mit roten Vorzeichen in die neue Woche. März-Weizen verliert 1,50 €/t und notiert am frühen Nachmittag bei 162,25 €/t. Spätere Termine geben noch deutlicher nach. Der September fällt auf 174 €/t (minus 2 €/t), der März 2017 auf 180 €/t (minus 2,25 €/t).

Die aktuelle Marktentwicklung lässt die Abgabebereitschaft auf Erzeugerebene weiter sinken. Auch zwischen Verarbeitern und Handel herrscht Funkstille. Die Einkäufer der Mischfutterwerke wollen keinen Bedarf signalisieren und die Verkäuferseite möchte verhindern, dass durch Anfragen der Mengendruck noch größer erscheint, als er ohnehin schon ist.

Händler wagen keine Prognose für die weitere Entwicklung abzugeben. Ein Stimmungstest für den regionalen Markt wird die Morgen in Hannover stattfindende Börse sein, von der sich die Marktbeteiligten weitere Eindrücke erhoffen. Während die Mühlen bis zur neuen Ernte nur noch einen überschaubaren Bedarf haben, sind die Mischfutterhersteller nur bis Ende Februar voll gedeckt.

Kleinere Mengen, die hin und wieder aus der Landwirtschaft oder dem Handel angeboten werden lassen sich ab März zu den aktuell niedrigen Preisen unterbringen. Für Futterweizen zur Lieferung im März werden frachtfrei Südoldenburg 163 bis 164 €/t bezahlt. In Hamburg gibt B-Weizen mit den Matif-Kursen nach. Der Februar und März werden mit 160 bis 161 €/t gehandelt. Futtergerste steht in Hamburg bei 149 €/t stabil.

Raps kann sich der allgemein schwachen Tendenz nicht entziehen. Der Mai verliert an der Matif 1,25 €/t auf 362,25 €/t. Auch Mais lässst Federn und steht 14 Uhr bei 153,25 €/t (minus 1,75). (SB)
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