Märkte am Morgen: Getreide

Matif tritt auf der Stelle

Weizen: Die Weizenfutures an der Matif bewegten sich am Vortag nur minimal. Die beiden vorderen Termine schlossen nach einem ruhigen Handel mit einer Nullnummer.  Der Dezember hielt sich bei gut 170 €/t. Die nasse Witterung der Vortage schüren in Frankreich Sorgen um die Weizenqualität. Das französische Getreideamt AgriMer korrigierte den Zustand der guten bis sehr guten Weizenbestände Frankreichs um 3  Punkte auf 83 Prozent nach unten.
 
Auch in den USA animierten die Aussichten auf sehr schlechtes Wetter in den Plains für die nächsten Tage die Fonds zu einer neuen Runde von Shortabdeckungen. Nach dem Einbruch vom Dienstag konnten sich die Weizenkurse zumindest wieder partiell erholen. Der Juli legte 9,2 Cent/bushel auf 4,74 US-$/bushel zu. Ein schwächerer US-Dollarkurs im internationalen Währungskorb unterstützte, auch die festeren Mais- und Sojanotierungen gaben übergreifend Hilfestellung. Die Verluste des Vortags werden zudem als überzogen bewertet.
 
Mais: Die Kurse in Chicago schoben sich auf den höchsten Stand seit knapp elf Monaten nach oben. Wettermarkt-Spekulationen ließen die Julinotierung um 9 Cent/bushel auf 4,14 US-$/bushel ansteigen. Viele Marktteilnehmer erwarten für den Sommer ein La Nina-Syndrom mit einer ausgeprägten Trockenheit im US-Maisgürtel. Auch Hoffnungen auf größere US-Maisimporte infolge der kleineren brasilianischen  Maisernte gaben Auftrieb.
 
In Brasilien hat die Exportlobby ihre Prognose für die brasilianischen Maisexporte in dieser Kampagne um 7 Mio. t auf 23 Mio. t nach unten korrigiert. Das USDA ging in seinen letzten Report noch von einem Maisexport Brasiliens von 26 Mio. t aus. Im Vorjahr hatte Brasilien 34,5 Mio. t Mais exportieren können.
 
An der Matif hielt die freundlichere Tendenz für Mais an. Der Juni legte 1,75 €/t auf 173,50 €/t zu. Damit bewegen sich die europäischen Maiskurse auf dem höchsten Niveau seit Ende 2015. (St) 
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